Fridays for Future: Lehrerin macht klare Ansage: „Einfach so lächerlich“

Schüler demonstrieren bei Fridays for Future für den Klimaschutz.
Schüler demonstrieren bei Fridays for Future für den Klimaschutz.
Foto: dpa

Unter dem Motto Fridays for Future gehen derzeit Schüler für den Klimaschutz auf die Straße – immer wieder freitags.

Das stößt unter anderem einigen Politikern übel auf. Zwar loben sie das gesellschaftliche Engagement, betrachten die Fridays-for-Future-Demonstrationen allerdings als Schulschwänzen.

Unter anderem FDP-Chef Christian Lindner vertritt öffentlich die Meinung, dass Schüler sich lieber auf den Unterricht konzentrieren und den Klimaschutz „Profis“ überlassen sollten. Das bringt eine Lehrerin gehörig auf die Palme.

Fridays for Future: Lehrerin macht Politikern einer klare Ansage

Bei Twitter schreibt Steffi, dass sie sich als Lehrerin eigentlich der Neutralität verpflichtet fühle. „Aber manche (Politiker)Tweets, die mir in die TL (Anm. d. Red.: gemeint ist ihre Timeline bei Twitter) gespült werden, sind einfach so lächerlich, dass ich nicht an mich halten kann...“, twittert die Lehrerin.

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Lehrerin: „Es gibt Schüler, die ständig schwänzen“

Nach Ansicht der Lehrerin können Schüler sehr wohl freitags demonstrieren gehen, ohne ihre eigene berufliche Zukunft zu gefährden. Sie könnten den verpassten Schulstoff nacharbeiten und sich für Klausuren vorbereiten: „Dann klappt das auch mit der guten Note.“

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Natürlich gebe es Schüler, die keine Lust auf Unterricht hätten, ständig schwänzen und deshalb schlechte Berufsaussichten hätten. Doch das betreffe nicht diejenigen, die sich engagieren und sich um die Welt Gedanken machten. „Um die mache ich mir gar keine Sorgen, was ihre Ausbildung betrifft.“

Schule wichtig? „Das löst bei mir bitteres Gelächter aus“

Dann holt die Lehrerin zum Rundumschlag gegen die Politik aus. Ihre eigenen Kinder hätten seit Jahresbeginn wegen Lehrermangels nur in einer Woche den kompletten Unterricht gehabt. Ständig würden Schulstunden ausfallen.

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„Dass Schule, die seit Jahren personell und finanziell ausgeblutet wird, plötzlich sooooo wichtig ist, löst bei mir bitteres Gelächter aus“, schreibt die Lehrerin. Für ihren Tweet erhielt sie viel Zuspruch. Er wurde bereits knapp 800 Mal geteilt und über 2.400 Mal gelikt.

 
 

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