Kritik an AfD-Wahlplakaten: Missbraucht Frauke Petry ihr eigenes Baby für Partei-Werbung?

Frauke Petry mit ihrem Sohn auf einem AfD-Wahlplakat.
Frauke Petry mit ihrem Sohn auf einem AfD-Wahlplakat.
Foto: AFD
  • Bei der AfD läuft es nicht rund kurz vor der Bundestagswahl
  • Auf Wahlplakaten ist nun Frauke Petry mit ihrem Sohn Ferdinand zu sehen
  • Er kam erst im Mai zur Welt

Berlin.  Kurz vor der Bundestagswahl Ende September läuft es bei der AfD alles andere als rund. Die Partei liegt in Umfragen im Keller, und auch aus dem Inneren der Partei werden immer wieder Querelen laut. Ob daran der Auftritt von Frauke Petry auf den neuen Wahlplakaten etwas ändern kann?

Darauf posiert die Parteichefin nämlich mit ihrem Sohn Ferdinand, der erst im Mai zur Welt gekommen ist und dem sie aufgrund seines Alters noch den Kopf stützen muss. „Und was ist ihr Grund für Deutschland zu kämpfen?“, heißt es in dem Slogan daneben.

Frauke Petry soll warmherzig wirken

Der für die Idee verantwortliche AfD-Kreativdirektor Thor Kunkel sagte zur „Berliner Morgenpost“: „Frauke Petry ist mehr als eine Berufspolitikerin, sie ist eine fünffache Mutter, die für ihr Land kämpft.“ Mit den Fotos soll sie warmherzig wirken, so seine Hoffnung.

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Soll Petry etwa einen Gegenentwurf zu den Spitzenkandidaten Alice Weidel, lesbisch und keine leiblichen Kinder, und Alexander Gauland, hat eine erwachsene Tochter, bilden? Mit den beiden hatte sich Petry einen zähen Machtkampf geliefert, an dessen Ende sie bei der Nominierung für die Spitzenkandidaten den Kürzeren zog.

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Kind nicht politisch instrumentalisieren

Nach Informationen des „Spiegel“ hatte Petry selbst lange gezögert, ihr Okay für die Plakate zu geben. Demnach habe es die Pläne für das umstrittene Plakat schon länger gegeben. Doch Petry habe ihr Kind nicht politisch instrumentalisieren wollen, wie es heißt.

Das hat sich mittlerweile geändert: Die Bilder, die zu einer ganzen Reihe viel kritisierter Plakate gehören, sollen deutschlandweit aufgehängt werden. (bekö)

 

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