Franken-Kredite belasten viele NRW-Städte schwer

Dortmund..  Die massive Aufwertung des Schweizer Franken hat viele Kommunen an Rhein und Ruhr über Nacht um Millionenwerte gebracht. Weil Essen, Bochum, Mülheim und Gelsenkirchen erhebliche Teile ihrer Verbindlichkeiten vor Jahren in Franken umgeschuldet hatten, stecken die ohnehin hoch verschuldeten Städte schon seit Jahren in der wechselkursbedingten Kreditklemme. Die von der Schweiz am Donnerstag beschlossene Abkoppelung des Franken vom Euro riss nun ein weiteres Loch in die städtischen Bilanzen.

Binnen Sekunden verlor allein Bochum weit über 30 Millionen Euro, weil der Euro gegenüber dem Franken zeitweilig um ein Viertel nachgab. In Essen stieg der Buchverlust zeitweise sogar auf über 100 Millionen Euro. Bochums Kämmerer Manfred Busch sprach gegenüber der WR von einem „schwerwiegenden Problem“ für den Haushalt. Zwar handele es sich derzeit noch um reine Bilanzverluste. Nach der Abkoppelung des Franken vom Euro sei aber auch mit Realverlusten zu rechnen.

Betroffen sind 31 NRW-Kommunen, darunter Bottrop, Hattingen, Gladbeck, Recklinghausen, Herne, Siegen und Lünen. Dortmund ist nicht betroffen.

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