FPÖ-Kandidat wirft Merkel Versagen in Flüchtlingspolitik vor

Norbert Hofer (FPÖ) kandidiert um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten. Im TV-Duell kritisierte er Merkels Flüchtlingspolitik scharf.
Norbert Hofer (FPÖ) kandidiert um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten. Im TV-Duell kritisierte er Merkels Flüchtlingspolitik scharf.
Foto: dpa
In Österreich steht die Bundespräsidenten-Stichwahl an. FPÖ-Kandidat Hofer kritisiert, Merkel habe Terroristen nach Europa gelassen.

Wien.  Der Rechtspopulist Norbert Hofer hat bei einem TV-Duell zur österreichischen Bundespräsidentschaftswahl Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. Der FPÖ-Kandidat wirft Merkel vor, Europa mit ihrer Flüchtlingspolitik massiv geschadet zu haben.

Der Satz „Wir schaffen das“ habe Tausende angelockt, sagte Hofer am Sonntagabend im Sender ATV. Die Frage sei doch, wen sie mit „Wir“ meine. „Den österreichischen Steuerzahler?“, fragte Hofer. Beim Fernsehduell gegen den unabhängigen, von den Grünen unterstützten Kandidaten Alexander Van der Bellen sagte Hofer, als Merkel die Grenzen geöffnet habe, seien auch viele Terroristen nach Europa gelangt.

Stichwahl am Sonntag

Am Sonntag wird in Österreich die Stichwahl um das Amt des Bundespräsidenten wiederholt. 6,4 Millionen Wähler können dann über ein neues Staatsoberhaupt abstimmen. Zu Wahl stehen der Hofer und sein Kontrahent Van der Bellen.

Viele Politiker in Österreich, nicht nur von der FPÖ, sondern auch von der konservativen ÖVP und der sozialdemokratischen SPÖ, kritisieren seit langem, dass Deutschland keine Obergrenze einführt und so weiter eine Magnetwirkung auf Flüchtlinge habe. Dadurch werde auch Österreich zum bevorzugten Zielland, so die Kritik.

Österreich hat Obergrenze für Asylverfahren

Die Alpenrepublik hat seit Anfang 2016 eine Obergrenze für Asylverfahren und versucht, die Migration zu begrenzen. Die Flüchtlingskrise gehört zu den wichtigsten Themen des Wahlkampfes. (jkali/dpa)

 
 

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