Finanzausgleich auf Rekordniveau – Bayern zahlt am meisten

Laut Bundesfinanzministeriums wurden im vergangenen Jahr 9,595 Milliarden Euro durch den Länderfinanzausgleich an die finanzschwachen Nehmer gezahlt.
Laut Bundesfinanzministeriums wurden im vergangenen Jahr 9,595 Milliarden Euro durch den Länderfinanzausgleich an die finanzschwachen Nehmer gezahlt.
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Der umstrittene Finanzausgleich befindet sich auf Rekordhöhe. Dabei zahlte Bayern alleine 5,4 Milliarden Euro an die Nehmerländer.

Berlin.. Der Finanzausgleich zwischen „reichen“ und „armen“ Bundesländern ist auf ein Rekordvolumen gestiegen. Im vergangenen Jahr überwiesen die Geberländer über diesen Umverteilungstopf nach aktuellen Zahlen des Bundesfinanzministeriums 9,595 Milliarden Euro an die finanzschwachen Nehmer. Dies ist ein Plus von rund 600 Millionen Euro gegenüber 2014. Nach Mitte Januar veröffentlichten ersten Zahlen war noch von mehr als 9,62 Milliarden Euro die Rede gewesen.

Mit Abstand größter Zahler bleibt Bayern. Der Freistaat zahlte nach Angaben aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums mit rund 5,45 Milliarden Euro weit mehr als die Hälfte. Weitere Geberländer sind Baden-Württemberg (gut 2,31 Milliarden Euro), Hessen (1,72 Milliarden) und Hamburg (112 Millionen Euro). Größter Profiteur war erneut Berlin. Die Hauptstadt erhielt gut 3,61 Milliarden Euro Ausgleichszahlungen.

Neuregelung des Finanzausgleichs bis 2019

Der seit Jahren umstrittene Finanzausgleich regelt die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Er muss bis 2019 neu geregelt werden, weil dann der Solidarpakt ausläuft. Eine Lösung war bis März angestrebt worden, verzögert sich aber weiter.

Der gesamte Umverteilungstopf unter den Ländern sowie zwischen Bund und Ländern ist weit größer. In der ersten Stufe bekommen Länder etwas aus dem Topf mit den Umsatzsteuereinnahmen. Stufe zwei ist der Länderfinanzausgleich im engeren Sinn. Das Volumen von Umsatzsteuer- und Länderfinanzausgleich insgesamt belief sich auf gut 17,49 Milliarden Euro. Dritte Stufe bilden die allgemeinen Zuweisungen des Bundes, die sich auf 3,832 Milliarden Euro beliefen. (dpa)

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