FDP und NPD verwenden gleiches Familien-Bild in TV-Wahlspots

Das wird FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle wohl nicht gefallen: In seinem TV-Wahlwerbespot kommt identisches Filmmaterial einer Familie vor wie im Spot der rechtsextremen NPD.
Das wird FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle wohl nicht gefallen: In seinem TV-Wahlwerbespot kommt identisches Filmmaterial einer Familie vor wie im Spot der rechtsextremen NPD.
Peinlicher Fehler im Wahlkampf: Die FDP hat für ihre TV-Wahlwerbespots in einer Filmsequenz identisches Material verwendet wie die rechtsextreme NPD. Betroffen ist ein 90-Sekunden-Film von Rainer Brüderle. Die FDP sieht die Schuld bei der beauftragten Werbeagentur.

Berlin. Die FDP und die rechtsextreme NPD haben für ihre TV-Wahlwerbespots in einer Filmsequenz identisches Material verwendet. In dem 90-Sekunden-Film mit FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle ist für einen kurzen Moment eine vierköpfige Familie zu sehen, die eine idyllische Allee entlangradelt.

Exakt dieses Bild verwendet auch die NPD in ihrem Spot - dies war dem Hamburger Blogger Dennis Sulzmann aufgefallen.

FDP-Sprecher Peter Blechschmidt bestätigte die Doublette am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die von den Liberalen für die Produktion beauftragte Agentur Reinsclassen habe für den Werbefilm "frei zugängliches Material" eingekauft. Die FDP habe keinen Hinweis gehabt, dass auch die NPD dieses Filmmaterial genutzt habe. Bei Twitter wies außerdem ein Nutzer daraufhin, dass die Sequenz auch in der Werbung eines finnischen Quarks verwendet wurde.

<blockquote class="twitter-tweet"><p>Was haben FDP, NPD und Quark gemeinsam? Das Familienbild. <a href="http://t.co/Swk53rOBdb">pic.twitter.com/Swk53rOBdb</a></p>&mdash; Sebastian Brux (@sebibrux) <a href="https://twitter.com/sebibrux/statuses/372298519291252736">August 27, 2013</a></blockquote>

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"Die entsprechende Passage wird nun herausgenommen und durch eine andere Szene ersetzt", sagte Blechschmidt. Das dauert allerdings: An diesem Mittwoch werde der Brüderle-Spot - der insgesamt acht Mal ausgestrahlt werden soll - noch in unveränderter Fassung im ZDF gezeigt. (dpa)

 
 

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