FDP und Eurokritiker von der AfD in Umfrage unter fünf Prozent

Ginge es nach der aktuellen Sonntagsfrage, würden FDP und die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) nicht im Bundestag vertreten sein.
Ginge es nach der aktuellen Sonntagsfrage, würden FDP und die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) nicht im Bundestag vertreten sein.
Foto: dpa
SPD und Union legen in der Wählergunst zu, der bisherige Koalitionspartner in Angela Merkels Regierung würde laut der jüngsten Erhebung des Politbarometers aus dem Bundestag fliegen. Bleibt es dabei, werden die Koalitionsverhandlungen schwierig.

Berlin.. Die beiden großen Parteien haben sich dem neuen ZDF-Politbarometer zufolge in der Wählergunst verbessert: Die Union kommt in der Sonntagsfrage auf 41 Prozent, die SPD auf 29 Prozent, wie das ZDF am Freitag mitteilte. Beide Parteien legen damit um einen Prozentpunkt zu. Die Grünen verschlechterten sich um einen Punkt auf 13 Prozent.

Die Linke lag unverändert bei sechs Prozent. Die FDP kam auf vier Prozent, die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) auf drei Prozent. Beide Parteien würden damit nicht in den Bundestag einziehen. Die sonstigen Parteien zusammen erreichten vier Prozent. Neben einer großen Koalition hätte damit weiterhin nur eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linke eine Mehrheit.

Merkels Beliebtheit steigt weiter

47 Prozent der Befragten wünschen sich nach der nächsten Bundestagswahl eine CDU/CSU-geführte Regierung und 43 Prozent eine SPD-geführte. 68 Prozent glauben aber, die CDU/CSU werde die nächste Bundesregierung anführen. Nur 21 Prozent erwarten das für die SPD.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl meinen 74 Prozent aller Befragten und 57 Prozent der CDU/CSU-Anhänger, dass die Regierung bei der Lösung drängender Probleme nicht vorankomme. 21 Prozent (CDU/CSU-Anhänger: 38 Prozent) äußern hier keine Kritik.

Unter den beliebtesten Politikern nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den ersten Platz ein. Sie hat sich mit einem Durchschnittswert von 2,4 (April II: 1,9) auf der Skala von plus fünf bis minus fünf deutlich verbessert. Mit großem Abstand und ebenfalls jeweils mit Zugewinnen folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,5 (April II: 1,2), Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 1,2 (April II: 1,0), SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit 1,0 (April II: 0,9) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,7 (April II: 0,5).

Steinbrück abgeschlagen

SPD-Chef Sigmar Gabriel kommt auf 0,4 (April II: 0,5), SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verbessert sich auf 0,3 (April II: 0,0) und tauscht damit den Platz mit CSU-Chef Horst Seehofer, der mit 0,2 (April II: 0,0) eingestuft wird. Am Ende der Liste stehen weiterhin Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) mit minus 0,4 (April II: minus 0,5) und FDP-Chef Philipp Rösler mit minus 1,0 (April II: minus 1,1).

Bei der Frage, wen die Deutschen nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler/in hätten, sprechen sich 62 Prozent für Merkel aus (April II: 61 Prozent). SPD-Herausforderer Steinbrück favorisieren wie im April 29 Prozent, neun Prozent äußern sich nicht.

Die Forderung der Grünen nach einer Erhöhung der Einkommensteuer ab 60.000 Euro Jahreseinkommen wird der Partei nach Ansicht von 53 Prozent der Befragten eher schaden. 18 Prozent erwarten eher einen Nutzen, 24 Prozent keine Auswirkungen. (afp)

 
 

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