FDP kritisiert Betreuung in vielen Kitas

Düsseldorf..  Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheitert aus Sicht der FDP-Opposition in NRW oft an der mangelnden Wahlfreiheit der Eltern bei Betreuungszeiten in der Kita. Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf wahlweise 25,35 oder 45 Stunden wöchentliche Betreuungszeit für ihre Kinder. „Es mehren sich aber Beschwerden von vielen Eltern, dass die Inanspruchnahme einer 25-Stunden-Betreuung faktisch nicht möglich sei und eine 35- oder gar 45-Stunden-Betreuung gewählt werden müsse, damit ihr Kind überhaupt einen Betreuungsplatz erhalten konnte“, erklärte der FDP-Familienpolitiker Marcel Hafke.

In 18 Jugendamtsbezirken ist nach einer neuen Tabelle des NRW-Familienministeriums eine 25-Stunden-Betreuung nicht möglich. In 83 Jugendamtsbezirken – etwa Dortmund und Duisburg – bestehen weniger als fünf Prozent der Plätze aus 25-stündiger-Betreuungszeit. In der Antwort auf eine FDP-Anfrage verwies Familienministerin Ute Schäfer (SPD) darauf, dass die Bedarfsermittlung Aufgabe des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe sei. Die durchschnittliche Betreuungszeit liege in 35 Kommunen bei über 40 Wochenstunden. „Dort haben Eltern offenbar fast keine andere Wahl, als eine 45-Stunden-Betreuung zu buchen“, sagte Hafke.

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