Strache-Affäre: SPD-Generalsekretär Klingbeil rechnet mit Österreich-Kanzler Sebastian Kurz ab

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz scharf kritisiert.
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz scharf kritisiert.
Foto: Peter Sieben

Nach dem Skandal um das Ibiza-Video von Ex-FPÖ-Chef Hans-Christian Strache hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil jetzt deutliche Worte in Richtung Österreichs Kanzler Sebastian Kurz gerichtet.

„Sebastian Kurz stellt sich jetzt als Opfer hin. Er ist aber derjenige, der Strache, Kickl und die anderen rechten Kumpanen überhaupt erst in die Regierung geholt hat“, so der 41-Jährige gegenüber DER WESTEN. Seine Forderung: „Jemand wie Kurz hat im Europawahlkampf auf den Bühnen hier im Land nichts mehr zu suchen.“

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Skandal-Video um Hans-Christian Strache: SPD-Generalsekretär kritisiert Kanzler Kurz

Österreichs Kanzler Kurz hatte auch in Deutschland für den konservativen EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) Wahlkampf gemacht. Auch mit Blick auf die rechtspopulistische FPÖ äußerte sich SPD-Generalsekretär Klingbeil scharf: „Die Rechtspopulisten tun so, als seien sie die Vertreter der normalen Leute. In Wirklichkeit verkaufen sie ihre Politik und sind bereit, sich in die Fänge von russischen Oligarchen zu begeben.“

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Video zeigt Strache mit russischer Oligarchin

Am vergangenen Freitag war ein heimlich aufgenommenes Video aus dem Jahr 2017 aufgetaucht, dass Hans-Christian Strache und FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus in einer Villa auf Ibiza mit einer angeblichen russischen Oligarchin zeigt. Darin stellten die FPÖ-Politiker Staatsaufträge in Aussicht, wenn die vermeintliche reiche Russin im Gegenzug die „Krone“-Zeitung kauft und mit dem wichtigsten Boulevardblatt den Wahlkampf der FPÖ forciert. Auch wurden möglicherweise illegale Parteispenden an die FPÖ thematisiert.

Österreich vor Neuwahlen

Das Video hatte Österreich in eine Regierungskrise gestürzt. Die rechtskonservative Koalition aus FPÖ und ÖVP war daraufhin auseinandergebrochen. Strache war als Vize-Kanzler zurückgetreten. Im September soll es Neuwahlen geben.

Am Montag muss sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz einem Misstrauensvotum stellen.

 
 

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