EU schickt junge Leute in Entwicklungsländer

Kind im Südsudan. Foto: dapd
Kind im Südsudan. Foto: dapd
Die EU will junge Entwicklunghelfer entsenden. An Bereitschaft sollte es nicht mangeln: Nach einer Eurobarometer-Umfage ist jeder dritte junge Europäer bereits jetzt auf freiwilliger Basis gemeinnützig tätig.

Brüssel.. Die Europäische Union startet einen Freiwilligendienst für junge Entwicklungshelfer. Die Pilotphase zum “Europäischen Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe” hat jetzt in Budapest begonnen. 100 junge Interessenten durchlaufen derzeit eine Trainingsphase, die sie auf den Einsatz in Krisenregionen und die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen vor Ort vorbereitet. “2011 wird das Jahr der Freiwilligen”, erklärte am Dienstag die zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. Sie sieht in dem Vorhaben eine Chance für junge Europäer, “wertvolle Erfahrungen zu sammeln, ihre Werte zu leben und früh ihre beruflichen Kompetenzen zu stärken.”

An Bereitschaft sollte es nicht mangeln: Nach einer Eurobarometer-Umfage ist jeder dritte junge Europäer bereits jetzt auf freiwilliger Basis gemeinnützig tätig. Erfahrung in humanitärer Hilfe ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Programm. Wer aber ein einschlägiges Studium - zum Beispiel Internationales Völkerrecht – absolviert, kann sich die Freiwilligenarbeit anrechnen lassen. Zu den Organisationen, die sich an dem Projekt beteiligen, gehören auch das Rote Kreuz, die Johanniter und die Caritas. Im Lichte der Erfahrungen mit dem Pilotversuch will die EU nächstes Jahr die genauen Regeln für den Freiwilligen-Dienst festlegen.

Mehr zum Thema: http://europa.eu/youth/volunteering_-_exchanges/index_eu_en.html

 
 

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