EU gibt 50 Millionen Euro für Einsatz in Zentralafrika frei

EU-Komissionspräsident Josè Manuel Barroso fordert Europa auf, den Einsatz Frankreichs in der Zentralafrikanischen Republik zu unterstützen.
EU-Komissionspräsident Josè Manuel Barroso fordert Europa auf, den Einsatz Frankreichs in der Zentralafrikanischen Republik zu unterstützen.
Foto: dpa
Die multilaterale Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik wird mit weiteren 50 Millionen Euro unterstützt. Das gab EU-Komissionspräsident Josè Manuel Barroso am Freitag im Rahmen des Afrika-Gipfels in Paris bekannt. 225 Millionen Euro wurden bereits für Entwicklungshilfe bereitgestellt.

Paris. Die Europäische Union stellt für die multilaterale Militärmission in der von Unruhen erschütterten Zentralafrikanischen Republik zusätzlich 50 Millionen Euro zur Verfügung. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag in Paris, dies sei "eine konkrete Art und Weise, auf die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft und der Afrikaner einzugehen". Mit Blick auf Frankreich, das sich als einziges europäisches Land mit Soldaten an dem Einsatz afrikanischer Truppen beteiligt, sagte er: "Frankreich übernimmt eine große Verantwortung, die wir als Europäer alle unterstützen sollten."

Barroso, der am Freitag zu einem Afrika-Gipfel nach Paris gekommen war, verwies darauf, dass die 50 Millionen zu den 225 Millionen Euro hinzukommen, die bereits für Entwicklungshilfe für die Zentralafrikanische Republik bereitgestellt wurden. Außerdem umfasse die europäische Unterstützung bereits 20 Millionen Euro für humanitäre Hilfe.

Laut EU sollen die 50 Millionen Euro über einen Topf zur Friedenssicherung in Afrika ausgezahlt werden. Darüber sollen unter anderem Unterkunftskosten und Essen für die afrikanischen Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik oder medizinische Hilfe mit abgedeckt werden, Militärausrüstung hingegen nicht.

Fast 5000 Soldaten im Einsatz

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag einer Ausweitung des Militäreinsatzes in der Zentralafrikanischen Republik zugestimmt. Insgesamt sollen 1200 französische Soldaten und 3600 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) der seit Monaten anhaltenden Gewalt in dem Land ein Ende setzen. Angesichts neuer Gräueltaten auch in der Hauptstadt Bangui ordnete Frankreichs Präsident François Hollande noch am Donnerstagabend den Start des Einsatzes der französischen Soldaten an. (afp)

 
 

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