EU diskutiert über Rauchverbot in Autos

Wie hoch die Belastung durch Rauch im Auto ist, kann man messen. Hier: Klemens Möcklinghoff. (Foto: Kerstin Kokoska/ WAZFotoPool)
Wie hoch die Belastung durch Rauch im Auto ist, kann man messen. Hier: Klemens Möcklinghoff. (Foto: Kerstin Kokoska/ WAZFotoPool)
Foto: waz
Rauchen in Privatautos soll in der EU verboten werden, wenn Kinder mitfahren. Zum Schutz der Kleinen sollen auch andere Nicht-Raucher-Gesetze verschärft werden, fordert der EU-Gesundheitskommissar.

Berlin. Rauchen in Privatautos soll in der EU verboten werden, wenn Kinder mitfahren. Das wolle die irische Gesundheitsexpertin im EU-Parlament, Nessa Childers, durchsetzen, berichtete die „Bild“-Zeitung. Daneben befürworte auch EU-Gesundheitskommissar John Dalli schärfere Anti-Rauch-Gesetze zum Schutz von Kindern.

Childers fordere die EU-Kommission auf, die Rauchverbote in der EU zu verschärfen. Vor allem Kinder müssten vor Passivrauch geschützt werden. Die Belastung durch Passivrauch könne in Autos 23 Mal höher sein als in Wohnräumen, sagte Childers dem Blatt. „Wenn die europäischen Bürger in der Lage sind, während der Fahrt nicht mit dem Handy zu telefonieren und nahtlos die Gurtpflicht zu übernehmen, dann können sie auch aufhören zu rauchen, wenn Kinder im Auto mitfahren.“

Dem Zeitungsbericht zufolge unterstützt auch die EU-Kommission die Pläne, sieht aber die Mitgliedsländer am Zug. In einer Antwort auf eine Anfrage von Childers im EU-Parlament erklärte Dalli: „Die Kommission ermutigt die Mitgliedsländer, Gesetze zu beschließen oder zu verschärfen, um die Bürger, insbesondere Kinder, vor Tabakrauch zu schützen.“ (afp)

 
 

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