Etwa die Hälfte des Recycling-Mülls wird verbrannt

2014 landeten 44,1 Prozent des Verpackungsmülls in einer Verbrennungsanlage und nicht im Recyclingzyklus, wie eine Anfrage der Grünen im Bundestag ergeben hat.
2014 landeten 44,1 Prozent des Verpackungsmülls in einer Verbrennungsanlage und nicht im Recyclingzyklus, wie eine Anfrage der Grünen im Bundestag ergeben hat.
Foto: dpa
  • 44 Prozent der Verpackungen landeten 2014 nicht im Recyclingzyklus
  • Zahlen hatten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert
  • Grüne fordern, Recycling-Quote zu verschärfen

Berlin..  Fast die Hälfte der in Deutschland im gelben Sack und in der gelben Tonne gesammelten Verpackungsabfälle werden im Anschluss nicht wiederverwertet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Demnach landeten 2014 rund 44,1 Prozent der Verpackungen in einer Müllverbrennungsanlage und nicht im Recyclingzyklus. Im Vorjahr seien es 45,6 Prozent gewesen. Die Daten stammen von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Im gelben Sack und der gelben Tonne werden unter anderem Verpackungen aus Kunststoff und Metall gesammelt.

Keine Erhöhung der Quote geplant

Die deutsche Verpackungsverordnung sieht beispielsweise für Kunststoffe eine Recycling-Quote von 22,5 Prozent vor – viel zu niedrig, kritisieren Grünen-Politiker. Die Quote müsse dringend vom Gesetzgeber erhöht werden, sagt die Vorsitzende des Bundestag-Ausschusses für Umwelt, Bärbel Höhn (Grüne). „Sonst fühlt man sich als Mülltrenner sehr schnell veräppelt, wenn ein großer Teil des Mülles wie bei der grauen Tonne in der Verbrennung landet.“

Im Entwurf eines bundesweiten Verpackungsgesetzes ist bisher keine Erhöhung der Recycling-Quote für Kunststoffe vorgesehen. (dpa)

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