Erika Steinbach wirft Margot Käßmann „Linksfaschismus“ vor

Martin Niewendick
Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach hat offenbar Spaß an Provokationen.
Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach hat offenbar Spaß an Provokationen.
Foto: imago stock&people / imago/Jürgen Heinrich
Die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach reagiert auf eine AfD-Kritik der Theologin Margot Käßmann mit einer neuen Entgleisung.

Berlin.  Die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach hat sich eine neue verbale Entgleisung geleistet. Anlässlich einer Rede der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, veröffentlichte die mittlerweile fraktionslose Bundestagsabgeordnete am Samstag auf Facebook eine Grafik.

Darauf ist zu lesen: „Frau Käßmanns linksfaschistische Ergüsse im Namen der Kirche...“. Damit bezieht sich Steinbach auf eine Rede der Theologin, die sie dem „Neuen Deutschland“ zufolge am Donnerstagmorgen auf dem Kirchentag in Berlin gehalten hatte.

Die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“, sagte sie. „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‘Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’.“

Steinbach soll AfD unterstützen

Die frühere CDU-Rechtsaußen-Frau Steinbach hat vor einigen Wochen ihren Austritt aus der CDU bekanntgegeben. Medienberichten zufolge will sie nun die AfD im Bundestagswahlkampf unterstützen. Unter anderem ist ein gemeinsamer Auftritt mit dem Vize-Parteichef Alexander Gauland geplant. Einen Partei-Eintritt habe sie aber nicht geplant, bekräftigte Steinbach.

Immer wieder fällt die Politikerin mit provokanten Sprüchen in den sozialen Netzwerken auf. Im Februar 2016 veröffentlichte sie auf ihrem Twitter-Account ein Bild, das ein blondes Mädchen umrundet von dunkelhäutigen Menschen zeigt. Dazu der Kommentar: „Deutschland 2030“. 2012 twitterte sie: „Die NAZIS waren eine linke Partei. Vergessen? NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI“. Zuletzt hatte sie vor allem die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert.

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