Erhöhung des Rundfunkbeitrags – Christian Lindner empört über Forderungen von ARD und ZDF: „Respektlos!“

Christian Lindner gefällt die Forderung von ARD und ZDF nach einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags nicht.
Christian Lindner gefällt die Forderung von ARD und ZDF nach einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags nicht.
Foto: dpa
  • Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen mehr Geld und fordern eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags
  • FDP-Chef Christian Lindner kritisiert das Vorhaben der Sender
  • Laut Lindner sollen die Sender besser wirtschaften und sich mehr auf ihren Programmauftrag konzentrieren

17,50 Euro im Monat muss jedes Haushalt in Deutschland momentan für den Rundfunkbeitrag aufbringen. Dabei ist es egal, wie viele empfangfähige Geräte sich im Haushalt befinden, oder ob man überhaupt über einen Fernseheranschluss verfügt.

Schließlich kann man in der Internetära auch online die Dienste der öffentlich-rechtlichen Sender beziehen.

Bis 2020 bleibt der Rundfunktbeitrag noch fest. Jetzt fordern ARD und ZDF eine Erhöhgung. Der ARD-Vorsitzende drohte sogar mit einem Gang zum Bundesverfassungsgericht. Tenor: Die Qualität lasse sich ohne Erhöhung nicht halten.

Chrisitan Lindner (FDP) kritisiert die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags

Das Vorhaben kritisierte der FDP-Chef Christian Lindner öffentlich auf seiner Facebook-Page. Die Sender sollen laut Lindner besser wirtschaften und nicht einfach nur mehr Geld fordern.

„Einfach erhöhen ist geradezu respektlos“, schreibt Christian Lindner.

Internet-Nutzer empört über das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender

Auch Facebook-Nutzer scheinen der Kritik von Christian Lindner zuzustimmen. Empörung über den aktuellen Einsatz des Rundfunkbeitrages macht sich in den Kommentaren breit.

So schreibt Jan B.: „Paradebeispiel sind Übertragungen von Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, wo immer BEIDE Sender mit gesamter Technik hinfahren und beide Sender abwechselnd übertragen. Das ist pure Verschwendung“.

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Vielen Nutzern geht es dabei vor allem um das Verfehlen des Bildungsauftrags und die anscheinend unnötige Vielfalt der öffentlich-rechtlichen Sender. So geht es auch Winfried H.: „Es gibt in dieser Milchstraße kein einziges Land, welches sich ein vom Bürger zwangsfinanziertes TV- und Radioprogramm in dieser Größenordnung und Vielfalt leistet. Konzentration und Reduktion auf den öffentlichen Auftrag und Sparsamkeit sind notwendig und nicht der Ruf nach mehr“.

„Es ist doch einfach lächerlich, dass uns die „Helene-Fischer Show“ und irgendwelche Bergdoktor-Serien aufgezwungen werden. So was würde ich nie im Leben schauen und dennoch muss ich wegen solch einer Ausgabe meine Haushaltsplanung neu überdenken“, schreibt Jan M.

Im Frühjahr 2019 müssen die Sender einen Vorschlag zur Höhe des Rundfunkbeitrages abgeben

Bis Frühjahr 2019 müssen die öffentlich-rechtlichen Sender der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten mitteilen, wie viel Geld sie für 2021 bis 2024 brauchen.

Über die Beitragshöhe wird dann von dem Ministerpräsidenten entschieden. Diese Entscheidung muss von 16 Landtagen ratifiziert werden.