Erdogans Sicherheitsleute wurden in New York offenbar erneut gewalttätig

Recep Tayyip Erdogans Personenschützer wurden bei einer Rede des türkischen Präsidenten anscheinend erneut handgreiflich gegenüber Protestlern.
Recep Tayyip Erdogans Personenschützer wurden bei einer Rede des türkischen Präsidenten anscheinend erneut handgreiflich gegenüber Protestlern.
Foto: HANDOUT / REUTERS
  • Erdogans Leibwächter sind anscheinend erneut gewalttätig geworden
  • Bei einer Rede des türkischen Staatschefs in New York sollen sie Demonstrantengeschlugen und getreten haben
  • Es wäre nicht der erste Vorfall dieser Art

New York.  Bodyguards von Recep Tayyip Erdogan haben bei einer Rede des türkischen Regierungschefs in New York offenbar erneut Gewalt gegen Demonstranten angewandt. Die Protestler gelangten während Erdogans Rede in den Ballsaal, wurden von den Sicherheitsbeamten getreten und geschlagen. Das scheinen Videos von gewalttätigen Szenen des Vorfalls zu belegen.

Als die Demonstranten gegen Erdogan skandierten, wurden sie mit Gewalt aus dem Saal entfernt, wie die „WAZ“ unter Berufung auf regierungskritische türkische Medien berichtete. Daraufhin hielt der türkische Staatschef inne, sagte zu den Zuhörern: „Lassen wir unser Meeting nicht von drei bis fünf Saal-Terroristen stören.“

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Personenschützer wurden bereits im Mai gewalttätig

Bei seiner Rede sprach Erdogan wohl über das Leid und Unrecht, dem Muslime weltweit ausgesetzt sind. Seine Leibwächter lieferten sich zuletzt im Mai gewalttätige Auseinandersetzungen mit Demonstranten. Damals hatten Gegner Erdogans in Washington nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump mit Sprechchören auf den Staatschef gewartet.

Auf Videos ist zu sehen, wie türkische Sicherheitsleute auf die Demonstranten losgingen und auf sie eintraten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Daraufhin wurde von den USA Anklage gegen die 15 Bodyguards erhoben. Nach Kongressangaben haben die USA deshalb eine Waffenlieferung an Erdogans Leibwächter gestoppt. (leve/dpa)

 
 

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