Erdogan: Nach Massaker in Neuseeland provoziert er mit dieser Aktion

Türkischer Präsident Erdogan sorgt für Empörung mit seiner Wahlkampfaktion, als er die Aufnahmen von Christchurch-Massaker unzensiert zeigt.
Türkischer Präsident Erdogan sorgt für Empörung mit seiner Wahlkampfaktion, als er die Aufnahmen von Christchurch-Massaker unzensiert zeigt.
Foto: imago/Xinhua

Tekirdag. Gerade mal einen Tage nach dem Terroranschlag in Christchurch macht sich Erdogan die Aufnahmen des Massakers zu Nutze und zeigt diese auf großer Leinwand.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll das Video für seine Wahlkampagne missbraucht haben, um die negative Stimmung gegen den Westen zu verbreiten.

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Erdogan zeigt die Aufnahmen von Christchurch-Massaker auf großer Leinwand

Bild-Redakteur Metin Gülmen twitterte über die Aktion von Erdogan. Seine Rede dazu wurde auf TRT, einem türkischen Sender, übertragen.

„Unfassbar!“ schreibt Gülmen. „Erdogan lässt bei Wahlkampf-Auftritt in Tekirdag das Christchurch-Massaker auf Großleinwand laufen, stachelt seine Wähler weiter gegen den Westen auf“.

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Erdogans Aktion sei„Kollektiver Wahnsinn“

Eren Güvercin, ein Journalist und Autor, bezeichnete die Aktion von Erdogan als „kollektiven Wahnsinn“: „Das unzensierte Video des Massackers von Christchurch wird auf der Leinwand gesendet. Die Rede wurde komplett auf TRT gesendet. Mir fehlen die Worte. Das ist kollektiver Wahnsinn“.

Terroranschlag in Christchurch: 50 Tote

Beim Terroranschlag in Christchurch in Neuseeland sind 50 Menschen ums Leben gekomen. Am Freitag stürmte ein 28-Jähriger die Al Noor Moschee in Christchurch und fing an, wild um sich herumzuschießen.

Anschließend eröffnete er Feuer in einer weiteren Moschee in einem Vorort von Christchurch.

Ein weiterer Attentäter übetrug dabei die Videoaufnahmen ins Internet und filmte, wie die Moschee-Besucher, auch Kinder, kaltblutig erschossen wurden. Millionen von Videos musste Facebook seit dem Terroranschlag sperren. (ses)

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