„E-Bike auf Radwegen zulassen“

Essen.  Im Dauerkampf gegen verstopfte Straßen und überfüllte Pendlerzüge will die Ruhrgebiets-CDU den Radverkehr aufwerten und überraschend Radschnellwege fördern. Dazu gelte es, die Straßenverkehrsordnung zu ändern und Gelder für den Ausbau der Radautobahnen einfacher bereitzustellen. Das fordert die CDU in einem Antrag, über den beim Bezirksparteitag am 2. September in Witten abgestimmt wird. Der erste Radschnellweg wurde vom SPD-geführten Bauministerium eröffnet.

„Alle Projekte zum Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Straßen reichen nicht aus, um den Verkehr im Ruhrgebiet zu verflüssigen“, sagt Oliver Wittke, der in Witten erneut und bisher konkurrenzlos als Vorsitzender der Ruhr-CDU antritt. „Das Rad muss für Berufspendler eine Alternative sein.“ Anders als bisher sollten auch Elektro-Räder auf den Schnellwegen fahren dürfen, die bis zu 45 Kilometer in der Stunde zurücklegen. Bisher ist das nicht erlaubt. Straßenbau und Radwege dürften zudem nicht länger in Konkurrenz zueinanderstehen; deshalb solle es für Radautobahnen separate Haushaltsposten geben. Land und Bund sieht die CDU bei der Pflege der Wege in der Pflicht.

Um mehr Forschungsinstitute in die Region zu holen, hält die Ruhr-CDU einen regionalen Masterplan für notwendig. „Wir brauchen mehr Arbeitsplätze für Akademiker, damit die hier ausgebildeten Fachkräfte in der Region bleiben“, sagt Wittke. In der Diskussion um Olympia in NRW fordert die CDU, das Großereignis nur ins Ruhrgebiet zu holen. Dazu gelte es aber, vorab die Bürger zu befragen und in die Infrastruktur zu investieren. [kein Linktext vorhanden]