Donald Trump zu Corona: Eklat im Weißen Haus – „Eine Schande“

Donald Trump: Bei einer Pressekonferenz im weißen Haus kam es zum Eklat.
Donald Trump: Bei einer Pressekonferenz im weißen Haus kam es zum Eklat.
Foto: imago images / ZUMA Wire

Donald Trump ist nicht zimperlich. Vor allem nicht im Umgang mit Journalisten.

Die verbalen Entgleisungen, die sich der US-Präsident jetzt während einer Pressekonferenz im Weißen Haus geleistet hat, belegen das einmal mehr. Dort teilte Donald Trump heftig gegen die anwesenden Pressevertreter aus.

Donald Trump: Eklat bei Pressekonferenz

Der Grund für seine Wut: Bei dem Pressetermin zum Coronavirus stellten die Reporter wiederholt Nachfragen zu einem aktuellen Bericht des Gesundheitsamts. In dem steht schwarz auf weiß, dass die US-Regierung den Krankenhäusern im Rahmen der Coronakrise nicht die erforderliche Schutzausrüstung und Corona-Tests zur Verfügung stellen konnte.

Anscheinend redet Donald Trump nur ungern über diesen kritischen Punkt. Bei der zweiten Nachfrage zum Bericht schlug Trump daher zunächst vor, dem Text nicht allzu viel Glauben zu schenken.

Er sei sich nicht sicher, ob Christi Grimm, die den Bericht als Generalinspektorin des Gesundheitsamts verfasst hatte, vertrauenswürdig sei.

Donald Trump schießt bitterböse gegen US-Journalisten

Ausreichend geklärt war die Sache damit nicht, denn als nächstes wagte sich eine Reporterin von „Fox News“ an den Bericht. Anstatt auf ihre Frage einzugehen, lenkte Donald Trump ab: „Sie sollten 'Glückwunsch, großartige Arbeit' sagen, anstatt auf so schreckliche Art und Weise eine Frage zu stellen!“

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Doch auch diese Antwort stillte die Neugier der Reporter nicht. Ein Journalist von „ABC“ wagte sich erneut an den Bericht – und wurde dafür von Trump persönlich heruntergeputzt: „Sie sind ein drittklassiger Reporter. Was sie gerade gesagt haben, ist eine Schande. Sie werden es nie zu etwas bringen.“

Bericht deckt Mangel an Ausrüstung auf

Das Gesundheitsministerium hatte Ende März, also vor dem Ausbruch der Pandemie in den USA, stichprobenartig den Vorrat an Ausrüstung in den Krankenhäusern abgefragt. Anhand der Daten sollte nachgerüstet werden, doch auch in den Vereinigten Staaten läuft die Beschaffung von Schutzmasken und -anzügen nur langsam an.

Trump selbst hatte noch bis Anfang März öffentlich beteuert, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge. (vh/mit dpa)

 
 

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