Donald Trump erpresst Schulen – wenn sie DAS gegen seinen Willen unterrichten...

Donald Trump droht nun Schulen in Kalifornien.
Donald Trump droht nun Schulen in Kalifornien.
Foto: imago images / MediaPunch

Neue Eskalation im US-Wahlkampf: Präsident Donald Trump droht nun Schulen in Kalifornien. Hintergrund ist das Lehrmaterial.

Damit feuert Donald Trump den Kulturkampf in den USA weiter an, der das Land derzeit spaltet.

US-Präsident Donald Trump droht Schulen: Wenn sie DAS unterrichten, dann...

Hintergrund der neuen Eskalation im US-Wahlkampf ist Lehrmaterial. Trump kündigte am Sonntag über Twitter an, dass das Bildungsministerium prüfen werde, ob Schulen in Kalifornien das umstrittene Material des „The 1619 Project“ für Unterrichtsstunden verwenden. Er drohte ihnen für den Fall der Verwendung dieses Materials mit der Streichung von Bundesfinanzmitteln.

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US-Wahlkampf: Donald Trump stellt sich gegen „The 1619 Project“ an Schulen

Beim „The 1619 Project“ handelt es sich um ein Projekt vom New York Times Magazine. Hierbei werden die Folgen der Sklaverei und die Beiträge afroamerikanischer Menschen in den Mittelpunkt der us-amerikanischen Geschichte gestellt. Ursprünglich als einmalige Sonderausgabe für den 400. Jahrestag der Ankunft der ersten Sklaven in der Kolonie Virginia im Jahr 1619 gedacht, wird das Projekt immer noch weitergeführt. Es gibt auch eine Podcast-Serie mit mehreren Folgen. Für einen Aufsatz des Projektes erhielt Nikole Hannah-Jones einen Pulitzer-Preis.

In einigen Aufsätzen der „The 1619 Project“-Sonderausgabe ging es unter anderem um diese Themen:

  • „Warum hat Amerika keine universelle Gesundheitsversorgung? Ein Wort: Rasse“
  • „Warum amerikanische Gefängnisse ihre Grausamkeit der Sklaverei verdanken“
  • „Der amerikanische Kapitalismus ist brutal. Das kann man auf die Plantage zurückführen“
  • „Amerika war keine Demokratie, bis die schwarzen Amerikaner es geschafft haben“

Donald Trump stellt sich nun gegen eine solche Interpretation der US-Geschichte mit dem Augenmerk auf die afroamerikanische Bevölkerung und die Folgen der Sklaverei. Damit will er offensichtlich bei seiner weißen republikanischen Stammwählerschaft punkten und sie mobilisieren.

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Sklaverei in den USA:

  • Zum Zeitpunkt des Unabhängigkeitskrieges 1776 lebten in den Vereinigten Staaten rund 460.000 afroamerikanische Sklaven.
  • In den Südstaaten wuchs die Zahl der Sklaven bis 1865 auf mehr als vier Millionen an.
  • Erste Schwerpunkte der Sklavenarbeit waren die Plantagen in Virginia und North Carolina, später wurden Hunderttausende Sklaven in südlichere Bundestaaten wie Alabama, Mississippi und Louisiana verschleppt.
  • Ein offizielles Ende der Sklaverei bildete die militärische Niederlage der Südstaaten-Konföderation im Amerikanischen Bürgerkrieg 1865.
  • Der Kampf um Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung der afroamerikanischen Bevölkerung wird bis heute geführt.

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Donald Trump ruft seine Anhänger zur Wahlfälschung auf – „Das sollten sie tun"

Am 3. November wählen die USA ihren Präsidenten. Es wird ein enger Wahlausgang zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden erwartet. Nun ruft US-Präsident Donald Trump seine Anhänger ungeniert und offen zum Wahlbetrug auf. (mag)

 
 

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