Donald Trump gratuliert ausgerechnet IHM: Das steckt dahinter

Donald Trump hat Kim Jong Un zum Geburtstag gratuliert.
Donald Trump hat Kim Jong Un zum Geburtstag gratuliert.

Das ist eine bemerkenswerte Form der Diplomatie: US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben Südkoreas einen Geburtstagsgruß an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un übermitteln lassen.

Das berichtete der nationale Sicherheitsberater Chung Eui Yong am Freitag laut südkoreanischen TV-Sendern. Er kam von einem dreitägigen Besuch in Washington zurück. Trump habe ihn bei einem Treffen im Weißen Haus gebeten, dass Südkoreas Präsident Moon Jae-in die Glückwünsche übermittle.

Donald Trump: Glückwünsche an Kim Jong Un

Der genaue Inhalt der Glückwunsch-Botschaft ist unbekannt – auch, wie die lieben Wünsche aus dem Westen an das extrem abgeschottete Nachbarland übermittelt wurden, sagte Chung nicht.

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Kim Jong-un hatte am 8. Januar Geburtstag, er ist zwischen 36 und 38 Jahre alt – ganz genau weiß man das nicht.

Ursprünglich war 1983 als sein Geburtsjahr angegeben worden, später wurde es auf 1982 festgelegt: Es soll besser mit dem Geburtsjahr (1912) des Republikgründers Kim Il-Sung harmonieren. Schon das Geburtsjahr seines Vaters soll aus diesem Grund entsprechend „frisiert“ und auf das Jahr 1942 festgelegt worden sein.

Will Trump Beziehungen aufrechterhalten?

Trumps Glückwünsche könnten jetzt ein Zeichen dafür sein, dass er seine Beziehungen zu Kim trotz der fehlenden Fortschritte im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm aufrechterhalten will.

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Nach dem gescheiterten Gipfel zwischen beiden Staatsoberhäuptern im Februar 2019 in Vietnam, hatte Kim den USA eine Frist bis Ende 2019 gegeben, um beiderseits akzeptable Vorschläge für die Fortsetzung der Atomverhandlungen anzubieten. Nachdem kein Vorschlag erfolgte, sah sich Pjöngjang nicht mehr an den Teststopp für Atombomben und Langstreckenraketen gebunden. Auch werde Nordkorea in naher Zukunft eine neue strategische Waffe präsentieren.

Trump hofft trotz der Drohungen, dass Kim seine Zusage aus dem Jahr 2018 für eine „komplette Denuklearisierung“ weiterhin einhalten werde. Unter Denuklearisierung verstehen die USA und ihre Verbündeten den vollständigen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms. (dpa, pen)

 
 

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