Donald Trump: Opfer des IS berichtet von getöteter Familie – Trumps Reaktion schockiert

US-Präsident Donald Trump hörte offenbar nicht zu.
US-Präsident Donald Trump hörte offenbar nicht zu.
Foto: dpa

Washington. US-Präsident Donald Trump ist nicht gerade bekannt dafür, ein aufmerksamer oder empathischer Zuhörer zu sein. Aber: Er ist der mächtigste Mann der Welt, und trotz seines Rufs wenden sich zahllose Menschen in großer Not an Trump. Was bleibt ihnen anderes übrig.

Nobelpreisträgerin Nadia Murad aus dem Irak ist eine von ihnen. Murad ist Jesidin, gehört also einer ethnisch-religiösen Minderheit im Irak an. Das bedeutete für sie und ihre Familie in den Hochzeiten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS): Verschleppung, Versklavung, Vergewaltigung, Tod.

Donald Trump hört sich Geschichte von Nadia Murad nicht an

Nadia Murad selbst wurde 2014 von Kämpfern der Miliz versklavt. Sie schildert Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington am Mittwoch eindringlich, wie ihre Mutter und ihre sechs Brüder von IS-Kämpfern getötet wurden. Mehr als 3000 Jesiden seien weiterhin vermisst. Sie bittet Trump darum, etwas zu tun, um den Irak für Jesiden wieder zu einem sicheren Ort zu machen.

Donald Trump wirkt während der ganzen Rede Murads schon abwesend. Irgendwann mittendrin unterbricht er sie: „Wo sind sie jetzt?“, fragt er die junge Frau und meint damit ihre Famile. Murad wiederholt, sichtlich aus dem Konzept gebracht: „Sie sind tot. Ermordet. Sie liegen in Massengräbern.“

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Trump nickt, sagt nichts. Dann kommt ihm die Idee: „Sie haben einen Nobelpreis bekommen? Unglaublich. Wofür haben sie Ihnen den gegeben?“

Trump: „Aber der IS ist weg!“

Wieder reagiert Nadia Murad überrascht. Sie erklärt, sie habe als erste auf die unsäglichen Verbrechen hingewiesen, die der IS den Jesiden angetan hat. Wieder bittet sie Trump darum, etwas gegen die niemals vor Gericht gestellten Kämpfer des IS zu tun. Die irakische Regierung kontaktieren, zum Beispiel.

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Trump scheint ratlos. „Aber der IS ist weg! Und jetzt sind es die Kurden, oder wie?“

Dennoch versichert er Murad, man werde etwas unternehmen. Immerhin, fügt er an, kenne er die Gegend gut.

Trumps Reaktion schockiert

Bei Twitter reagieren die User schockiert:

  • Trump weiß nicht, wer Nadia Muzrad ist, es scheint ihn nicht zu interessieren, er hört nicht zu, als sie ihre schreckliche Geschichte erzählt.
  • "Sie ermordeten meine Mutter, meine sechs Brüder." "Wo sind sie jetzt?"
  • Es ist eine verblüffende Demonstration von psychotischem Narzissmus und dem totalen Fehlen jeglicher Empathie.
  • Er ist überhaupt nicht interessiert. Keine Manieren!
 
 

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