Vor „Weltkriegs-Gipfel“: Donald Trump sagt Gedenken an Weltkriegsopfer ab und hat abenteuerliche Ausrede parat

Donald Trump, Präsident der USA, trifft nach einer Gedenkveranstaltung am Triumphbogen zum Mittagessen im Elyseepalast ein.
Donald Trump, Präsident der USA, trifft nach einer Gedenkveranstaltung am Triumphbogen zum Mittagessen im Elyseepalast ein.
Foto: Thibault Camus/AP/dpa
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lädt zum „Weltkriegs-Gipfel“
  • Hochrangige Politiker gedachten am Sonntag dem Ende des Ersten Weltkriegs
  • Ein prominenter Gast blieb einer Trauerfeier zuvor mit einer abenteuerlichen Ausrede fern

Paris. Mit einer Feier der Superlative erinnert Frankreich an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Doch Donald Trump hatte einen geplanten Besuch auf einem US-Soldatenfriedhof nahe Paris abgesagt. Der Grund: Es regnete. Dafür kassierte der US-Präsident mächtig Kritik.

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs empfängt Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Sonntag rund 60 Staats- und Regierungschefs in Paris. Höhepunkt ist eine gut einstündige Feier im Schatten des Triumphbogens sein.

Unter anderen nehmen Kanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin sowie der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan teil.

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Donald Trump sagt Gedenkfeier ab - wegen des Wetters

Den Besuch eines US-Soldatenfriedhofes hatte Trump am Samstag abgesagt. Das Weiße Haus begründete das mit schlechtem Wetter. Für die Absage erntete Trump Kritik.

So meinte etwa der Redenschreiber des früheren US-Präsidenten George W. Bush, David Frum, auf Twitter: „Es ist unglaublich, dass ein Präsident zu diesem bedeutenden Jubiläum nach Frankreich reist - und dann in seinem Hotelzimmer fernschaut, statt den Amerikanern, die ihr Leben vor 100 Jahren für den Sieg in Frankreich gaben, persönlich seinen Respekt zu zollen.“

Ben Rhodes, unter Barack Obama stellvertretender nationaler Sicherheitsberater für strategische Kommunikation, meinte gar, es gäbe immer eine Alternative, wenn es regnet. Er hatte Ausflüge und Staatsbesuche von Obama in acht Jahren Amtszeit geplant.

In den USA hat das Gedenken an gefallene Soldaten einen besonders hohen Stellenwert.

Demonstrationen gegen Donald Trump

In Paris soll es am Nachmittag eine Demonstration gegen Trump geben. Die Polizei warnte vor potenziellen Gewalttätern. Am Wochenende sind laut Medien rund 10 000 Sicherheitskräfte in der Hauptstadt im Einsatz.

In dem Krieg von 1914 bis 1918 wurden fast neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten getötet. Der Waffenstillstand mit dem Deutschen Reich wurde am 11. November 1918 in der Nähe von Compiègne in Nordfrankreich unterschrieben. (dpa/mb)

 
 

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