Donald Trump – Eklat bei Rede: „Hurensohn"

Donald Trump bei einer Rede in Milwaukee:  „Hurensohn."
Donald Trump bei einer Rede in Milwaukee: „Hurensohn."
Foto: dpa

Je Wahlkampf, desto derber: Die US-Wahlen rücken näher - und die Rhetorik von US-Präsident Donald Trump wird damit traditionell noch derber als ohnehin schon.

Bei einem Wahlkampfauftritt in Milwaukee (Wisconsin) hat Donald Trump vor Anhängern den getöteten iranischen General Ghassem Soleimani beleidigt, der vom US-Militär gezielt mit einem Luftangriff getötet worden ist. Viele Menschen hätten infolge der von Soleimani veranlassten Gewalttaten Gliedmaßen verloren. Sie hätten nun „keine Beine und keine Arme mehr wegen dieses Hurensohns“, so Trump.

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Iran-Krise:

  • Anfang Januar tötete eine US-Drohne den iranischen General Ghassem Soleimani auf Befehl von US-Präsident Donald Trump
  • Soleimani galt vielen westlichen Staaten als Unterstützer von Terroristen
  • Er war Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden, die ursprüngliche eine weltweite „islamische Revolution“ anführen sollten
  • Soleimani war unter anderem mitverantwortlich für die brutale Verfolgung und Folterung von iranischen Demonstranten
  • Für nicht wenige Iraner hingegen war der 62-Jährige ein Held - eine Art Instagram-Star mit hohen Zustimmungswerten aus der Bevölkerung
  • Am 8. Januar machte der Iran den zuvor angekündigten Vergeltungsschlag wahr - und feuerte Raketen auf US-Stützpunkte im Irak
  • Dabei wurde auch eine ukrainische Maschine getroffen - alle Insassen starben beim Absturz
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    „Er hätte schon vor 20 Jahren getötet werden sollen“, sagte der Präsident am Dienstag. Soleimani wird im Iran von vielen Menschen als Märtyrer verehrt, die Trauerfeiern zu seinen Ehren zogen Millionen auf die Straßen der Islamischen Republik.

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    Das US-Militär hatte den Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden Anfang Januar mit einem Drohnenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet. Der Iran antwortete mit einem Vergeltungsangriff auf Militärstützpunkte im Irak, die vom US-Militär genutzt werden.

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    Die Regierung in Washington begründete die Tötung Soleimanis mit drohenden Attacken auf amerikanische Bürger und Einrichtungen, die der General geplant haben soll. Über die Stichhaltigkeit der hierfür angeblich vorliegenden Beweise - öffentlich wurden bislang keine präsentiert - wird nicht nur in den USA hitzig debattiert. (pen, dpa)

     
     

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