Dieter Nuhr irritiert erneut mit Aussage über Greta Thunberg

Dieter Nuhr schoss erneut gegen Greta Thunberg.
Dieter Nuhr schoss erneut gegen Greta Thunberg.
Foto: dpa

Das Thema beschäftigt Dieter Nuhr immer noch sehr.

Ein paar lockere Witze während seiner ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ über die „Fridays for Future“-Bewegung und Greta Thunberg hatten dem Kabarettisten vor einigen Wochen Kritik in den Sozialen Medien eingebracht.

Greta Thunberg: Witze von Dieter Nuhr fanden viele geschmacklos

Viele fanden die Witze geschmacklos und monierten, dass Nuhr sich als Kabarettist nicht die Reichen und Mächtigen dieser Welt, sondern Kinder und eine 16-Jährige als Witz-Opfer ausgesucht habe.

Dieter Nuhr sah sich offenbar genötigt, in Verteidigungsstellung zu gehen: In zwei weiteren Sendungen griff er das Thema erneut auf, erklärte seine Sicht der Dinge in einem Podcast - und jetzt noch einmal in einem Interview.

Das ist Greta Thunberg
Das ist Greta Thunberg

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Abseits der Satire irritieren Nuhrs Aussagen

Er teile in seiner Sendung immer gleichermaßen gegen rechts und links aus, betonte er.

Schwierig wird es allerdings da, wo Dieter Nuhr die Satire verlässt. Denn dann irritiert er mit einigen Aussagen. Im Podcast von Journalist und Buchautor Gabor Steingart etwa sprach Nuhr allen Ernstes von einem dritten Weltkrieg, der ausbreche, wenn die Forderungen der Klimaaktivisten umgesetzt würden.

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Das ist Dieter Nuhr:

  • 1960 wurde er in Wesel geboren
  • Aufgewachsen in Düsseldorf
  • 1986 gründet er seine erste Kabarett-Gruppe
  • 1998: Deutscher Kleinkunstpreis, es folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen
  • Seit 2011 eigene Kabarettsendung „Nuhr im Ersten“ in der ARD

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„Wenn das passiert, dann haben wir nicht Millionen, sondern Milliarden Tote. Das läuft auch auf einen dritten Weltkrieg hinaus, wenn das passieren würde“, sagte Nuhr seinem Gesprächspartner Michael Bröcker - der sich latent überrascht ob dieser Aussage zeigte.

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Dieter Nuhr: Greta Thunberg „kontrolliert weite Teile der Massenmedien“

Jetzt legte Dieter Nuhr in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ nach. Das „vermeintliche Kind“ Greta Thunberg sei „momentan die wahrscheinlich mächtigste Frau der Welt“ und kontrolliere „weite Teile der Massenmedien“.

Erneut sagte Dieter Nuhr, dass er die Bewegung „Fridays for Future“ grundsätzlich begrüße. Aber niemand könne beurteilen, wie groß das Klima-Problem wirklich sei.

„Ich bin schon so oft von Wissenschaftlern über das baldige Ende der Welt informiert worden, dass ich in der Tat nicht mehr zur Panik neige. Das fing mit dem Waldsterben und dem Ozonloch an, ging weiter mit dem Rinderwahnsinn und endete beim Stickoxid. Jedes Mal gab es wissenschaftliche Fakten. Und trotzdem wurden die Menschen immer älter als je zuvor.“

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Das ist Greta Thunberg:

  • Geboren im Januar 2003 in Schweden
  • Die Klimaaktivistin lebt mit dem Asperger-Syndrom
  • Im August 2018 rief sie die Idee von Klimastreiks ins Leben - damals saß sie noch ganz allein mit einem Schild vor dem schwedischen Parlament in Stockholm
  • Aktuell hat Greta Thunberg ihre Schulausbildung unterbrochen, um sich ganz dem Engagement als Klimaschützerin zu widmen. 2020 will sie wieder die Schule besuchen
  • Zuletzt wurde Thunberg der sogenannte Alternative Nobelpreis verliehen: Er ist eine Auszeichnung "für die Gestaltung einer besseren Welt"

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Ozonloch verschwand nicht einfach so

Ein Argument, das abseits von Satire wenig zieht: Denn als Folge der Diskussion um das Ozonloch wurde der Stoff FCKW, der mit der Ozonschicht reagiert, in vielen Staaten der Welt verboten. Erst danach wurde das Ozonproblem kleiner - und nicht einfach so von selbst.

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Das merken auch einige Nutzer in den Sozialen Medien an. „Du müsstest doch mitgekriegt haben, dass infolge der Diskussionen über das Waldsterben in den 80er Jahren die Immissionsschutzgesetze extrem verschärft wurden“, schreibt etwa ein Nutzer in einem längeren Beitrag. (pen)

 
 

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