Dieter Nuhr: Als er über Greta Thunberg spricht, platzt ihm der Kragen

Das ist Greta Thunberg

Anfang 2018 war sie noch eine einfache Schülerin. 2019 ist sie das Gesicht einer globalen Umwelt-Bewegung: Greta Thunberg.

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Die Aufregung war groß vor der neuen Ausgabe von „Nuhr im Ersten“. Schließlich hatte Gastgeber und Protagonist Dieter Nuhr zuvor eine Wellte der Entrüstung losgetreten. Zumindest bei manchen. Andere feierten den Kabarettisten für seine klaren Worte. Was war passiert?

Dieter Nuhr hatte sich in seiner ARD-Show über Greta Thunberg und „Fridays for Future“ lustig gemacht.

Dieter Nuhr legt gegen „Fridays for Future nach“

Vielen TV-Zuschauern gefielen die Witze überhaupt nicht: Sie machten ihrem Unmut via Twitter Luft. Jetzt legte Dieter Nuhr nochmal gewaltig nach. Die Kritik schien ihn tatsächlich arg angefressen zu haben, voller Sarkasmus machte er sich über seine Kritiker her.

Dieter Nuhr legt noch einmal kräftig nach

So ließ er während der Sendung gar den Tweet eines Nutzers einblenden, der ihm Geschmacklosigkeit vorgeworfen hatte.

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„In Deutschland ist eine Stimmung wie 1434. Wer Witze macht, spürt heute die Macht der Inquisition“, so Dieter Nuhr. „Es gab einen sogenannten Shitstorm nach meiner letzten Sendung, ich hätte es gar nicht bemerkt. In der realen Welt kriegt man es gar nicht mit.“

Er wolle deshalb diesmal alles weglassen, was irgendwen stören könne, sagte Nuhr - und tat dann das Gegenteil.

„Heute kein Wort über Greta. Ich habe einen Witz gemacht, was im Kabarett natürlich nicht vorkommen sollte“, so Nuhr ironisch. Und weiter: „Ich habe sinngemäß gesagt, dass mit Greta das Klima Thema wird und ich habe gesagt, dass ihre Forderungen in ihrer Radikalität in die Katastrophe führen werden.“ Dann verschärfte er seinen Witz noch: „Was ich vergessen habe zu sagen: Wahrscheinlich auch zu einem dritten Weltkrieg.“

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Er habe vergessen, dass man Greta „ohne Einschränkung huldigen“ müsse: „Dass wir hier keine Satire machen, sondern einen Gottesdienst, da muss man mir doch Bescheid sagen vorher.“

Es gebe offenbar Diskussionsverbote, die er missachtet habe, sagte Nuhr und holte zum Rundumschlag aus: „Auf der anderen Seite sieht es nicht besser aus. Bei der AfD will man jetzt erst recht dicke Autos kaufen und Gas geben, weil man bei dem Verein geistig eh noch nicht über den Kindergarten hinausgekommen ist. Da will man die Lügenpresse vom degenerierten Geschmeiß befreien. Im Prinzip sehen es die Linken genauso. Sie meinen nur andere Leute.“

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Erneut führten die Witze von Dieter Nuhr übner Greta Thunberg unter den Zuschauern für heftige Diskussionen. Ein Nutzer schreibt bei Twitter: „Natürlich "darf" man über Greta Witze machen. Man muss das allerdings auch können. Dass Nuhr nicht mehr gut ist, lässt sich nicht mit herbeigedichteten Zensur-Forderungen überschminken. Tatsächlich wird hier versucht, die Kritik zu zensieren. Er ist Nuhr noch ein Misanthrop.“

Ein anderer wird sehr deutlich: „Nuhr instrumentalisiert sie ebenfalls. Er benutzt sie als Feindbild. Er versucht sie runter zu machen, um sich selbst zu erhöhen. Dass olle Comedy-Rentner wie Nuhr Witze über junge Mädchen machen müssen, sagt viel.“

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Auch prominente Politiker schalteten sich in die Diskussion ein. So kommentierte FDP-Politikerin und EU-Parlamentsvizepräsidentin Nicola Beer das Thema - und machte nebenbei ein bisschen Wahlkampf: „Comedians und Satiriker in Deutschland, egal ob Nuhr oder Böhmermann unterliegen der Satire-, Kunst- und Meinungsfreiheit. Diese Freiheiten verteidigen wir Freie Demokraten. Ganz egal, ob es geschmacklich passt oder nicht.“ (pen)

 
 

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