Die vier großen Islamverbände

Düsseldorf.  Die T ürkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) mit Sitz in Köln gehört zu den größten islamischen Dachverbänden in Deutschland. Im Gründungsjahr 1984 waren 230 Vereine angeschlossen, heute sind es knapp 900. Die Ortsgemeinden betreiben in den größeren Städten Moscheen. Die Ditib untersteht der Aufsicht und Kontrolle der Regierung in Ankara.

Der Islamrat wurde 1986 als bundesweite Koordinierungsstelle und Beschlussorgan islamischer Religionsgemeinschaften gegründet. Sitz des Verbandes, der 37 Vereine mit geschätzt 40 000 bis 60 000 Mitgliedern vertritt, ist Köln. Größter Mitgliedsverein ist die türkische Islamische Gemeinschaft Milli Görüs.

Der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) ist der älteste der großen islamischen Dachverbände. Er wurde 1973 mit Blick auf die türkischen Gastarbeiter gegründet. Ihm gehören rund 300 Vereine an.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) umfasst 300 Moscheevereine und vertritt 10 000 Mitglieder. Im ZMD sind vor allem nicht-türkische Muslime organisiert. Insgesamt leben etwa vier Millionen Muslime in Deutschland.