„Die Partei“: Kehrtwende bei Martin Sonneborn! Jetzt teilt der EU-Politiker DAS mit

Martin Sonneborn rudert nach seinem T-Shirt-Eklat zurück.
Martin Sonneborn rudert nach seinem T-Shirt-Eklat zurück.
Foto: imago images / photothek

Die Partei“ zählte bei der vergangenen Europawahl in Deutschland zu den großen Überraschungen. Mit „Titanic“-Satiriker Martin Sonneborn und Kapuzen-Komiker Nico Semsrott konnte die kleine Partei gleich zwei Sitze im EU-Parlament für sich sichern.

Sonneborn fiel dabei immer wieder durch provokante Aktionen auf. Vor einigen Tagen flog ihm eine davon nun aber gehörig um die Ohren. Jetzt rudert der „Die Partei“-Chef auf Twitter zurück.

„Die Partei“: T-Shirt sorgt für Partei-Eklat

Nach den vielen provokanten Aktionen ist es ausgerechnet ein Spruch auf einem T-Shirt, der für „Die Partei“-Chef Martin Sonneborn selbst zur Kanonenkugel wurde. Nach dem Sturm auf das Kapitol während der Bestätigung der Wahlmännerstimmen durch den US-Kongress trug Sonneborn ein T-Shirt, auf dem „Au Widelsehern, Amlerika! Habem Sie Guter FrLug runtel! Plinted in China. Fü Die PALTEI.“

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Der Spruch sollte einen chinesischen Akzent imitieren – doch das kam gar nicht gut an. Viele warfen dem EU-Politiker vor, sich antiasiatischer Klischees und Vorurteile zu bedienen. Sonneborn selbst nahm sich der Kritik zunächst nicht an, verteidigte das T-Shirt. Auf Twitter schrieb er: „So, und jetzt bitte schön diskutieren, was Satire darf & soll, die Grenzen bitte nicht vergessen. Merke: der erste Zugriff ("Wah! Rassismus!") ist oft nicht der Beste."

Am Mittwoch kam es dann zum Beben in der Kleinstpartei: Europaabgeordneter und Satiriker Nico Semsrott trat aus der Partei aus. In einer schriftlichen Stellungnahme hieß es in Richtung Sonneborn: „Ich finde seine Reaktion auf die Kritik falsch und inakzeptabel. Das ging mir in der Vergangenheit schon in anderen Fällen so.“

Martin Sonneborn rudert zurück: „Es tut mir leid“

Nun rudert Sonneborn zurück. Auf Twitter erklärte er zu seinem T-Shirt, er habe versucht, die „zunehmend gegenstandsloser werdende weltpolitische Überheblichkeit der USA zu karikieren, ihre Forcierung einer wirtschaftlichen Konfrontation mit China.“ Er habe die Wirkung des Shirts unterschätzt, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass „sich jemand davon rassistisch diskriminiert fühlen könnte“.

Sonneborn weiter: „Wenn ein Witz aber zu rassistischer Verletzung führt, statt Reflexionsanstöße zu geben oder zumindest ein befreiendes Lachen nach sich zu ziehen, dann ist es ein misslungener Witz. Es tut mir leid, dass Menschen durch die Reproduktion dieser Stereotype verletzt wurden.“

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Es war nicht das erste Mal, dass dem „Die Partei“-Chef Diskriminierung vorgeworfen wurde. 2011 posierte er mit schwarz angemaltem Gesicht auf einem Plakat mit dem Schriftzug „Ick bin ein Obama“. (dav)

 
 

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