Die Grünen machen mobil gegen NRW-Castor

Wilfried Goebels
Mit einer Wärmebildkamera entstand dieses Bild eines Castor-Transports auf Schienen - durch NRW soll er per Lkw rollen. Die Grünen wollen verhindern, dass ein Atommüll-Transport durch NRW rollt. Foto: Reuters
Mit einer Wärmebildkamera entstand dieses Bild eines Castor-Transports auf Schienen - durch NRW soll er per Lkw rollen. Die Grünen wollen verhindern, dass ein Atommüll-Transport durch NRW rollt. Foto: Reuters
Foto: REUTERS
Die Grünen wollen die Menschen in NRW zum Protest gegen einen geplanten Castor-Transport animieren. Die Pläne für einen Atommülltransport durch Nordrhein-Westfalen sind nach Einschätzung der Grünen „verantwortungslos, überflüssig und gefährlich“.

Düsseldorf. Die NRW-Grünen haben zum Widerstand gegen die geplanten Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus aufgerufen. Der Grünen-Landesvorstand bezeichnet die Transporte in einem Beschluss als „völlig verantwortungslos, überflüssig und gefährlich“.

Bis Mitte 2013 müssen 152 Castoren nach Ahaus geschafft werden, weil die Genehmigung in Jülich am 30. Juni 2013 ausläuft. Die Grünen verlangen, dass der hoch radioaktive Müll bis zum Transport in ein noch nicht bestehendes Endlager in Jülich bleibt. Das hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) im Aufsichtsrat des Jülicher Zentrums abgelehnt.

Aus Sicht der Grünen sind die Lagerbedingungen in Jülich aber vergleichbar mit Ahaus. Deshalb mache es keinen Sinn, Castoren durchs Land zu fahren. Grünen-Landeschefin Monika Düker warf der Bundesregierung vor, aus den Anti-Atom-Protesten nichts gelernt zu haben. „Die Menschen in NRW wollen die gefährliche Müllverschieberei quer durch ihr Land nicht“, sagte Düker. „Wir werden zu Protesten gegen die Castor-Transporte aufrufen.“