Dauerkrise im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet braucht wohl eine Spezialbehandlung, so wie der Osten. Das befreit die Städte hier nicht von ihrer Spar-Pflicht. Aber manche große Aufgabe ist eine „Gabe“ aus Berlin und Brüssel.
Das Ruhrgebiet braucht wohl eine Spezialbehandlung, so wie der Osten. Das befreit die Städte hier nicht von ihrer Spar-Pflicht. Aber manche große Aufgabe ist eine „Gabe“ aus Berlin und Brüssel.
Foto: Roland Weihrauch/dpa
Eine Frechheit ist der Hilferuf der Revier-Politik Richtung Berlin nicht. Die sollen ruhig mal herhören. Deutschland erlebt einen Aufschwung und hat vielerorts fast Vollbeschäftigung. Das Ruhrgebiet indes bleibt in seiner Krise stecken.

Armes Ruhrgebiet! Wir sind mal wieder weit hinten in einer Rangliste, wir sind die Schmuddelkinder der Nation. Berlin muss uns helfen, am besten auch Brüssel und die Uno.

Nun, es ist tatsächlich schlimm. Aber nicht immer und überall. Das Ruhrgebiet hat auch Vorteile: niedrige Mieten, moderate Preise, viel Grün, ansehnliche Hochschullandschaft. Nicht zuletzt: viele herzliche, uneitle Bewohner.

Eine Frechheit ist der Hilferuf der Revier-Politik Richtung Berlin nicht. Die sollen ruhig mal herhören. Deutschland erlebt einen Aufschwung und hat vielerorts fast Vollbeschäftigung.

Das Ruhrgebiet indes bleibt in seiner Krise stecken. Es braucht wohl eine Spezialbehandlung, so wie der Osten. Das befreit die Städte hier nicht von ihrer Spar-Pflicht. Aber manche große Aufgabe – wie die Integration von armen ­Zuwanderern – ist eine „Gabe“ aus Berlin und Brüssel. Nicht abwegig, hier mal um Hilfe zu bitten.

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