Corona-Gipfel wegen Omikron: Neuer Hammer-Beschluss – dafür Lockerung an anderer Stelle

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist er einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Seit sich das Coronavirus immer breiter in Deutschland ausgebreitet hat, war Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen dir den SPD-Politiker vor.

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Mit Spannung wurde erwartet, was die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Freitag beschließen würde. Wir geben dir den Überblick, welche Corona-Maßnahmen verschärft werden und wo es in den Beschlüssen auch Erleichterungen gibt.

Alle aktuellen Entwicklungen liest du in diesem Corona-Newsblog.

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Die Corona-Lage in Deutschland (Stand 7. Januar):

  • 7-Tage-Inzidenz: 303,4
  • Neue Corona-Todesfälle: 264
  • Corona-Todesfälle insgesamt: 113.632
  • Anteil der Menschen mit mindestens einer Impfung: 74,4%
  • Anteil der Menschen mit Booster-Impfung: 40,9%

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Corona-Newsblog: Deutschland bereitet sich auf die Omikron-Welle vor

+++ Zum Aktualisieren HIER klicken +++

7. Januar 2022

17.15 Uhr: Erhebliche Quarantäne-Erleichterung für Schüler und Kita-Kinder

Eine erhebliche Erleichterung gibt es bei der Quarantäne-Regelung an Schulen und Kitas. Kita-Kinder und Schüler können sich als Kontaktpersonen nun nach 5 Tagen freitesten. Bislang mussten sie 14 Tage in Quarantäne.

16.30 Uhr: Auch Verkürzung der Quarantäne-Zeiten beschlossen

Die Bund-Länder-Runde beschloss neben der 2G-plus-Regelungen für Restaurants und Lokale auch neue Quarantäne Regeln.

Demnach sollen die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter verkürzt und vereinfacht werden. Bisher kann Quarantäne und Isolierung je nach Virusvariante, Impf- und Genesenenstatus für bis zu 14 Tage gelten. Wenn es sich etwa um Omikron handelt, gibt es auch für Geimpfte keine Ausnahmen.

Künftig sollen Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) haben, von der Quarantäne ausgenommen sein. Für alle Übrigen sollen Isolation beziehungsweise Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden. Infizierte und Kontaktpersonen sollen sich aber nach sieben Tagen durch einen PCR-Test oder einen zertifizierten Antigen-Schnelltest mit Nachweis „freitesten“ können.

Damit soll auch die Arbeitsfähigkeit in der kritischen Infrastruktur gesichert werden, also etwa im Gesundheitswesen, bei Polizei oder Feuerwehr.

15.35 Uhr: Neuer Hammer-Beschluss schon durchgesickert!

Was erwartet wurde, kommt nun tatsächlich: 2G-plus in Restaurants und Cafés. Wie der „Spiegel“ berichtet haben sich darauf Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten geeinigt.

Das bedeutet, dass Menschen ohne Booster-Impfung einen tagesaktuellen Schnelltest brauchen, um in Restaurants, Kneipen, Bars oder Cafés zu dürfen. Wer weder geimpft noch genesen ist, darf auch mit einem negativen Schnelltest nicht in ein Lokal! Die Regelung gilt unabhängig von der lokalen Inzidenz.

Die Umsetzung dieser Regelung soll auch kontrolliert werden. Beim Vollzug wollen die Länder „ein besonderes Augenmerk auf Bars und Kneipen legen“, heißt es laut „Spiegel“ in dem Beschlusspapier“.

Die Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz laufen derweil weiter.

12.15 Uhr: Wird heute DAS auf der Corona-MPK beschlossen?

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder wollen am Freitag bei einer Videokonferenz angesichts der steigenden Infektionszahlen neue Corona-Maßnahmen beschließen.

+++ Markus Lanz: Virologe Streeck verkündet „wichtige Nachricht für Deutschland“ +++

Dabei zeichnen sich auch kürzere Isolations- und Quarantänezeiten ab. Dies könnte vor allem für Infizierte mit der Omikron-Virusvariante und deren Kontaktpersonen sowie für Beschäftige im Gesundheitswesen und anderen Bereichen der wichtigen Infrastruktur gelten.

Das sind mögliche Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag:

  • 2G-plus-Regelung in der Gastronomie: Ab dem 15. Januar soll bundesweit und unabhängig von der Inzidenz eine 2G-plus-Regelung für Restaurants und Cafés eingeführt werden. Zugang haben dann nur Geimpfte mit tagesaktuellem Test bzw. Menschen mit einer Booster-Impfung, die keinen Test benötigen.
  • Quarantäne und Isolation für die allgemeine Bevölkerung: Nach 7 Tagen kann man sich freitesten, wenn man engen Kontakt zu einem Infizierten hatte oder selbst infiziert war.
  • Quarantäne-Zeiten für Beschäftige der kritischen Infrastruktur (Gesundheit, Polizei etc.): Kontaktpersonen können sich nach 5 Tagen aus der Quarantäne freitesten, Infizierte nach 7 Tagen.
  • Kinder: Können sich nach 5 Tagen freitesten, wenn sie in der Schule oder im Hort als Kontaktperson eingestuft wurden.

12.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst rechnet mit 2G-plus-Regelung für Restaurants

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU), erwartet bundesweit einheitliche Regelungen gegen die Omikron-Welle.

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Auf die Frage nach einer 2G-plus-Regelung in der Gastronomie sagte Wüst am Freitag kurz vor Beginn der neuen Bund-Länder-Runde in einem Interview des Fernsehsenders „Welt“: „In Innenräumen, wo man keine Maske trägt, muss man getestet sein oder geboostert. Das wird jetzt überall gleichgestellt werden.“ Es gehe immer darum, zu schützen.

„In Restaurants ist man gemütlich. Da wird gegessen, getrunken, die Maske ist ab. Also muss man den maximal verfügbaren Schutz anderer Art eben haben. Und das heißt geboostert zu sein. Und das, finde ich, ist schon zumutbar. Wir bieten es ja jedem an“, verdeutlichte Wüst.

11.50 Uhr: Karl Lauterbach geht Tennis-Star Novak Djokovic an – „Keine Extrawurst“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich in die Debatte über die drohende Abschiebung des impfskeptischen Tennis-Stars Novak Djokovic aus Australien eingeschaltet. Die aktuelle Nummer eins der Tennis-Weltrangliste sei aus seiner Sicht „kein Vorbild“, sagte Lauterbach am Donnerstagabend der Nachrichtensendung „RTL Direkt“ über Djokovic.

„Dass man in einer so existenziellen medizinischen Frage dann versucht, ein Vorbild zu sein und nicht für sich eine Extrawurst reklamiert, das halte ich für geboten!“, sagte Lauterbach. „Deswegen ist dieser Spieler für mich kein Vorbild.“

Djokovic, der seinen Impfstatus nicht öffentlich macht und sich wiederholt kritisch über Corona-Impfungen geäußert hatte, war am Mittwochabend in Melbourne gelandet, nachdem er nach eigenen Angaben eine medizinische Ausnahmegenehmigung von den Veranstaltern der Australian Open erhalten hatte. Demnach sollte er nicht nachweisen müssen, dass er vollständig gegen Covid-19 geimpft ist. Das sahen die australischen Grenzbeamten jedoch anders und verweigerten Djokovic die Einreise.

Djokovic wurde zunächst stundenlang am Flughafen festgesetzt, später wurde er vermutlich in ein Hotel gebracht, das den Behörden auch als Haftanstalt für Migranten dient. Ein Gericht prüft nun seine Abschiebung, für Montag ist eine Anhörung geplant. In Serbien und Australien fanden Proteste gegen den Umgang mit Djokovic statt, auch die Regierung in Belgrad reagierte empört.