Corona in Berlin: Wutanfall von Bürgermeister Michael Müller – auf PK fuchtelt er mit Zeitung herum

Corona-Standpauke von Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller.
Corona-Standpauke von Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller.
Foto: Screenshot YouTube/Der Regierende Bürgermeister von Berlin

Standpauke von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in der Hauptstadt.

Sehr aufgebracht sprach der SPD-Politiker Michael Müller über die Corona-Situation in Berlin.

Coronavirus in Berlin: Wutanfall von Bürgermeister Müller

Der Rundfunk Berlin Brandenburg verbreitet Ausschnitte der Wutrede von Michael Müller auf einer Pressekonferenz im Netz.

+++ Lockdown light: Die heftigen Corona-Forderungen der Kanzlerin +++

-----------------------

Mehr über Michael Müller

  • Der 56-Jährige ist seit 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin.
  • Bei der Bundestagswahl 2021 will er für den Bundestag kandidieren.
  • Bis zu seinem Durchbruch als Politiker arbeitete Müller als selbständiger Drucker.
  • 2017 wurde Müller in den SPD-Parteivorstand gewählt, zwei Jahre später scheiterte er mit einer Wiederwahl.
  • Ebenfalls 2019 trennten sich Michael Müller und seine Frau Claudia.

-----------------------

Zuerst nahm er Corona-Skeptiker ins Visier: „Meine Sorge ist, dass einige auch noch das letzte Stückchen Egoismus sich einklagen werden und auch noch bis zum Äußersten ignorant auf diese Situation, die wir alle erleben, reagieren werden. Solange, bis dann alle wieder betroffen sein werden von diversen Einschränkungen und Maßnahmen.“

Michael Müller zur Corona-Lage: „Wir sind hier nicht die einzigen Doofen“

Dann fuchtelte der Regierende Bürgermeister mit der Berliner Morgenpost herum. Aufgeblättert hatte er eine Seite mit Schaubildern und Grafiken zur Corona-Lage. „Was gibt's hier eigentlich noch zu diskutieren? Was gibt's hier noch zu interpretieren, wenn man sich diese Kurven hier anguckt?“, fragte er wütend in die Runde. „Es müsste doch jedem eingängig sein, was das für ein Lebensrisiko ist.“

+++ Lesen Sie auch den Corona-Ticker: Fällt der Grenzwert 50? Söder überrascht mit neuer Zahl für Risikogebiete +++

Dann teilte Müller richtig aus: „Glaubt irgendjemand, wirklich irgendjemand, wenn man sich diese Europakarte anguckt mit den Infektionszahlen, an uns wird das jetzt spurlos weiter vorübergehen? Alle Länder um uns herum sind dunkelrot. Und irgendjemand träumt noch und glaubt, an uns geht das spurlos vorbei? Tut mir leid. Das ist wirklich nicht mehr als ein Traum. Und glaubt noch irgendjemand, wenn man sich die Bundeszahlen anguckt, dass das an Berlin spurlos vorübergehen wird. Ich habe es das letzte Mal schon gesagt, und ich sage es jetzt umgangssprachlich ganz bewusst: Ich bleibe dabei – wir sind hier nicht die einzigen Doofen. Und ich lass' mich auch nicht weiter beschimpfen.“

-----------------------

Mehr Politik-News:

-----------------------

Michael Müller: Corona-Rundumschlag gegen Söder

Zum Abschluss sogar die berühmte „Berliner Schnauze“ - und eine Attacke Richtung Süden. Bereits Anfang Oktober hatte sich Müller gegen Spitzen von CSU-Chef Markus Söder zur Wehr gesetzt, der nun selbst mit dem Berchtesgadener Land ein Corona-Desaster im eigenen Bundesland hat. Müller sagte damals, er finde es unerträglich, „wie einige hier Haltungsnoten vergeben, und diejenigen, die sich eigentlich sonst nicht für Berlin interessieren, auf einmal ganz genau wissen, wie die Situation in Berlin ist und was in Berlin zu tun ist". Mit Blick auf die hohen Corona-Zahlen in Bayern frage er sich: „Wer zeigt hier eigentlich mit dem Finger auf wen?“

Rundumschlag von Michael Müller gegen Corona- Spitzen von Söder
 
 

EURE FAVORITEN