Co-Pilot leitete gezielt den Sinkflug ein

Berlin..  Zunächst suchte er im Internet nach Suizidmethoden und Cockpit-Sicherheit, dann leitete er gezielt den Sinkflug ein: Nach Auswertung der zweiten Blackbox verdichtet sich der Verdacht gegen den Germanwings-Co-Piloten Andreas Lubitz, dass er den Airbus mit 150 Menschen an Bord mit tödlicher Absicht gegen eine Bergwand steuerte.

Nach Erkenntnissen der Ermittler suchte Lubitz kurz vor dem Flug im Internet nach den Themen Suizid und Sicherheitstüren. Aus den Daten des zweiten Flugschreibers geht zudem hervor, dass der 27-Jährige den Jet bewusst in den Sinkflug brachte und beschleunigte, so die französischen Untersuchungsbehörden. Der Autopilot sei im Cockpit so eingestellt worden, dass die Maschine auf etwa 30 Meter sank.

Experten beraten nach Ostern

Politik und Luftfahrtbranche wollen nach Ostern beraten, ob die Technik der Cockpit-Tür geändert werden soll. Auch die Einführung einer Ausweispflicht an Flughäfen wird debattiert, weil die Passagierlisten derzeit nicht genau genug sind. Geprüft werden sollen auch weitere medizinische und psychologische Checks, mit denen die Flugtauglichkeit von Piloten festgestellt wird.

Nach dem Absturz ist dem ARD-Deutschland-Trend zufolge nur eine Minderheit der Flugpassagiere in Deutschland sorgenvoller. 81 Prozent der Flugreisenden machen sich demnach beim Fliegen keine größeren Sorgen.

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