„Click and Meet“: Einkaufen nur mit Termin – wird diese Lockdown-Neuerung die Innenstädte retten?

Diese Branchen profitieren in der Corona-Krise!

Diese Branchen profitieren in der Corona-Krise!

Obwohl viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie finanziell betroffen sind, ging es bei vielen anderen Firmen rasant bergauf. Folgende Branchen sind Pandemie-Gewinner ...

Beschreibung anzeigen

Wird „Click and Meet“ die große Neuerung und Lockerung des Lockdowns beim Corona-Gipfel mit Angela Merkel? Zumindest könnte dieses neue Konzept eine Zwischenlösung für den Einzelhandel sein und viele Geschäfte vor dem Aus im Lockdown retten.

Für die Kunden wäre es mit „Click and Meet" zumindest wieder möglich, „richtig“ in der Innenstadt einzukaufen. In der aktualisierten Beschlussvorlage vor dem Corona-Gipfel heißt es, dass Einkaufen mit Termin bis zu einer stabilen Inzidenz von 100 möglich sein soll.

Was ist Click and Meet?

Bisher kennen wir schon „Click and Collect“: Kunden bestellen ein Produkt online oder telefonisch und holen es sich dann draußen vor dem Laden ab. Nun könnte ein neues Konzept den Kunden wieder ein „echtes“ Einkaufserlebnis bieten.

+++ Urlaub in Deutschland: Düstere Lockdown-Aussichten für Hotels sogar bis 2023? +++

Mit „Click and Meet“ würden die Kunden zunächst per Internetseite, E-Mail oder telefonisch einen festen Termin fürs Einkaufen buchen. Sie hätten dann die Möglichkeit, in einem bestimmten Zeitrahmen, etwa von 11 bis 12 Uhr, in dem Geschäft einzukaufen.

Die Vorteile von „Click and Meet“:

  • Die Kunden könnten eine bessere Auswahl treffen als nur virtuell im Netz. Etwa Kleidung anprobieren oder Möbel und Gegenstände haptisch begutachtet.
  • Zudem wäre auch wieder eine direkte Beratung durch das Fachpersonal besser möglich.
  • Einzelhändler könnten wieder öffnen und sich besser gegen die Online-Konkurrenz von Amazon und Co. behaupten.
  • Es würde endlich wieder Leben in die Innenstädte kommen.
  • Eine gute Kontaktnachverfolgung, sollte es zu Infektionsfällen bei Kunden oder Verkäufern gekommen sein.

„Click and Meet“: Kunde muss medizinische Corona-Maske tragen und persönlichen Daten hinterlassen

Natürlich würde „Click and Meet“ nur unter strengen Corona-Bedingungen möglich sein. Dazu zählt, dass beispielweise pro Kunde 40 Quadratmeter Fläche vorhanden sein soll, damit die Läden nicht zu voll wären.

+++ ARD, ZDF, RTL, Sat.1: Sender werfen wegen Corona-Gipfel ihre Programme um +++

Zudem müssten die Kunden ihre persönlichen Daten hinterlassen und die Geschäfte diese dokumentieren, damit die Gesundheitsämter diese bei Infektionsgeschehen nachverfolgen können. Dass medizinische Masken getragen werden müssten, wie in Supermärkten, versteht sich sowieso.

Lockdown-Lockerung: Rheinland-Pfalz ist Vorreiter bei „Click and Meet“

Rheinland-Pfalz ist Vorreiter bei „Click and Meet“. Dort kann man bereits seit Montag Termine in Möbelhäusern, Boutiquen, Modegeschäften, Juwelieren oder Schuhläden vereinbaren.

Hessen, Sachsen und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, in der kommenden Woche nachzuziehen. Entsprechende Signale gab es auch aus Bremen und Sachsen-Anhalt. Möglicherweise wird nun auf dem Corona-Gipfel für ganz Deutschland der Weg frei gemacht für „Click and Meet“.

„Click and Meet“ im Lockdown: „Der Einkauf mit Terminvergabe ist keine Öffnungsstrategie“

Doch ausgerechnet beim Handel stößt das neue Konzept auf Skepsis. „Der Einkauf mit Terminvergabe ist keine Öffnungsstrategie für den gesamten Handel, allenfalls ein erster Schritt für kleine Läden hin zur Normalität. Es rettet aber die Einzelhändler nicht“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, gegenüber dem Nachrichtenportal Welt. Eine solche „Eins-zu-eins-Betreuung der Kunden“ sei kaum finanzierbar, erst recht nicht über einen längeren Zeitraum. Der Verband will eine zeitnahe Komplettöffnung.

Lockerungen für Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte in Beschlussvorlage

Für Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte dürfte diese „Click and Meet“-Einschränkung laut Beschlussvorlage nicht gelten. Diese Geschäfte sollen dem „täglichen Bedarf“ zugerechnet werden, ähnlich wie Drogeriemärkte und Supermärkte. Sie könnten somit ab dem 8. März wieder öffnen.