Cemile Giousouf: „Ich werde meine erste Plenarsitzung nie vergessen“

Berlin/Hagen..  Sie weiß, es wird ihr für immer im Gedächtnis bleiben. „Ich werde meine erste Plenarsitzung nie vergessen“, sagt Cemile Giousouf. Die 35-Jährige, die bei der Bundestagswahl für den Wahlkreis Hagen/Ennepe-Ruhr I kandidiert hat, ist über die Landesliste ins Parlament eingezogen. Sie ist die erste Muslimin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

„Mein Tag hat mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale begonnen.“ Kein Problem für die Politikwissenschaftlerin, die seit 2008 als Referentin im NRW-Integrationsministerium gearbeitet hat. „Für mich ist es total spannend.“ In manchen Momenten fühle sie sich an ihre ersten Tage an der Universität erinnert.

Auf der Besuchertribüne im Bundestag hat ihre Mutter Meliha die Sitzung verfolgt: „Sie war fast nervöser als ich“, sagt Cemile Giousouf.

Allein auf weiter Flur sieht sie sich in den ersten Tagen in Berlin nicht. „Man wird von den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen an die Hand genommen.“ Dass sie noch kein eigenes Büro und keinen Festnetzanschluss fürs Telefon hat, stört sie nicht weiter. „Das wird alles in den nächsten Tagen passieren. Das hat die Bundestagsverwaltung versprochen.“ In welchen Ausschüssen Cemile Giousouf sitzen wird, ist noch unklar. „Der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe NRW im Bundestag, Peter Hintze, hat zugesichert, von jedem die Wünsche zu berücksichtigen.“ Bildung, Inneres und Familie hat Cemile Giousouf angegeben.

 
 

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