CDU-Vize Thomas Strobl ruft Union zu Kompromissen bei möglichen Koalitionsverhandlungen auf

CDU-Vize Thomas Strobl rät seiner Partei, bei möglichen Koaltionsverhandlungen nicht zu stark aufzutrumpfen.
CDU-Vize Thomas Strobl rät seiner Partei, bei möglichen Koaltionsverhandlungen nicht zu stark aufzutrumpfen.
Foto: Marijan Murat / dpa
„Man muss auch gönnen können“, sagt CDU-Bundesvize Thomas Strobl. In den Genuss davon sollen die möglichen Koalitionspartner kommen.

Berlin.  CDU-Vize Thomas Strobl hat die Union zur Kompromissbereitschaft in möglichen Koalitionsverhandlungen mit FDP und Grünen aufgerufen. Zwar wolle jede Partei „möglichst viel vom eigenen Programm durchsetzen“, sagte der baden-württembergische Innenminister unserer Redaktion. „Das übergeordnete Ziel heißt aber immer: eine Regierung zu bilden, die das Land voranbringt.“

Strobl, der in Stuttgart die CDU als Juniorpartner in eine Koalition mit den Grünen geführt hat, betonte: „Man muss auch gönnen können.“ Ungewöhnliche Konstellationen wie Grün-Schwarz oder Jamaika müssten „mehr bringen als den kleinsten gemeinsamen Nenner“, sagte der Stellvertreter von Angela Merkel in der Bundes-CDU. Eine Spitzenrunde von CDU und CSU um die Parteichefs Angela Merkel und Horst Seehofer will an diesem Sonntag in Berlin über Jamaika beraten. Unter anderem geht es um eine Lösung im Streit über die Obergrenze für Flüchtlinge.

Auch CDU-Wirtschaftsrat forciert Jamaika

Der CDU-Wirtschaftsrat plädiert für eine schwarz-gelb-grüne Koalition. „Gerade für unsere Unternehmen und den Wirtschaftsstandort sind stabile politische Verhältnisse wichtig“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, unserer Redaktion. „Bei all den unterschiedlichen Positionen von Union, FDP und Grünen etwa in Energiefragen und beim Klimaschutz gibt es doch einige gemeinsame Ideen, auf die sich eine Jamaika-Koalition einigen können sollte.“ Steiger appellierte an CDU und CSU, „sich bei den strittigen Fragen zu einigen und mit einer gemeinsamen Linie in die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition zu treten“.

Eine Spitzenrunde von CDU und CSU um die Parteichefs Angela Merkel und Horst Seehofer will an diesem Sonntag in Berlin über Jamaika beraten. Unter anderem geht es um eine Lösung im Streit über die CSU-Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge. (fmg)

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