CDU sorgt für Spott – wegen DIESER Vorschläge: „Wir machen das mit den Fähnchen“

Die CDU-Spitze spricht sich für ein Kopftuchverbot an Grundschulen aus.
Die CDU-Spitze spricht sich für ein Kopftuchverbot an Grundschulen aus.
Foto: dpa

Kurz vor ihrem Parteitag in Leipzig wird die CDU plötzlich ungewöhnlich aktiv - und stellt bemerkenswerte Forderungen.

Erst brachte CDU-Spitze das alte Thema vom Kopftuchverbot wieder aufs Tapet – und sprach sich gegen das Tragen von Kopftüchern an Grundschulen und Kitas aus.

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Und eine zweite Forderung kam gleich hinterher: Vor allen Schulen soll künftig dauerhaft eine Deutschlandfahne wehen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Kopftuchverbot: „Macht aus Kindern Außenseiter“

Die Begründung fürs Kopftuchverbot: „Das Tragen des Kopftuchs macht aus den kleinen Kindern schon erkennbar Außenseiter, etwa auf dem Spielplatz oder auf dem Schulhof. Dies wollen wir in jedem Fall verhindern“, heißt es.

Nicht zuletzt wegen dieser Argumentation gab es Kritik. Die Kandidatin für den SPD-Vorsitz, Saskia Esken, schrieb via Twitter: „Ich begegne derzeit wesentlich weniger Eltern, die sich an Kopftüchern stören als vielmehr am Mangel an ErzieherInnen und Lehrkräften. Ist denn schon wieder CDU-Parteitag?“

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Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Stephan Thomae, hingegen sprach sich zumindest für eine eingehende Prüfung eines möglichen Verbots aus. Das Kopftuch wirke im Jugendalter integrationshemmend, würde Mädchen unfreiwillig sexualisieren und ihre selbstbestimmte Entscheidung gefährden, erklärte er.

Kopftuchverbot verfassungswidrig?

Allerdings könnte ein solches Verbot verfassungswidrig sein. „Ob das Tragen eines Kopftuchs Nachteile für Kinder mit sich bringt, bewerten und entscheiden nach der Verfassung die Eltern und nicht der Staat“, sagte Joachim Wieland von der Universität Speyer gegenüber dem „Handelsblatt“. Der Staat dürfe nicht ohne überwiegende Gemeinwohlgründe in das Recht auf religiöse Kindererziehung eingreifen.

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Wie viele Mädchen überhaupt betroffen wären, ist unklar. Islamverbände hatten die Debatte im Sommer kritisiert. Es handele sich um Fälle im „Promillebereich“. Zudem wiesen sie darauf hin, dass die religiöse Pflicht für das Tragen eines Kopftuchs erst „ab der religiösen Mündigkeit, also ab der Pubertät“ gelte.

Für die Idee mit den Fahnen gab es vornehmlich Spott in den sozialen Medien. Juso-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter: „Wir machen das mit den Fähnchen.“ (pen, dpa)

 
 

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