CDU-Politikerin stellt krasse Forderung – und blamiert sich völlig

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Die CDU hat ein Problem. Das ist – rein quantitativ – noch nicht ganz so groß wie das, vor dem die SPD gerade steht. Aber auch um die zweite Volkspartei im Land steht es nach der Europawahl nicht gut.

Laut einer aktuellen Umfrage würden die Grünen die CDU glatt überholen, wenn am Sonntag die Bundestagswahl wäre – ein Schlag ins Gesicht der Partei, die immerhin gerade Teil der Regierung ist.

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CDU: Aktionismus via Twitter

Allmählich setzt so etwas wie Aktionismus bei der CDU ein, jedenfalls rhetorisch: Man will schnell doch noch mitmachen bei dieser Klimapolitiksache. Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Katja Leikert hat jetzt versucht, einen Hashtag bei Twitter zu etablieren: #noflight19.

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Ihren Text richtet sie an den Youtuber Rezo, dessen polemisches „CDU-Zerstörungsvideo" Millionen Menschen vor der Europawahl angeschaut haben.

Leikert schreibt: „Mir dauert das alles ein bisschen zu lange. 2 Wochen nach dem Video kann die erste Kampagne stehen, um möglichst schnell CO2-Emissionen zu senken: z.B. #noflight19. Die Power dazu hast Du, Rezo! Meine Unterstützung gegen sinnlose Urlaubsvielfliegerei auch. Los geht's!“

Was fordert Katja Leikert da genau? Offenbar sollen 2019 möglichst viele Menschen nicht mehr in den Urlaub fliegen. Und Youtuber Rezo soll wohl eine entsprechende Kampagne starten.

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Tweet wird zerrissen

Die Reaktionen auf den Tweet fielen anders aus, als die CDU-Politikerin sich das wahrscheinlich gewünscht hatte. Denn er wird arg zerrissen.

„Hallo? Sollen andere Ihre Versäumnisse lösen?“, kommentiert ein Nutzer. Ein anderer schreibt: „Rezo sitzt nicht im Bundestag. Sie leider schon." Und ein weiterer meint: „Mandat, Abgeordnetenbüro, Budget, stellv. Fraktionsvorsitz etc. - die Power hast du. Die Frage ist also nicht, warum Rezo nicht mehr daraus macht, dass er all diese Dinge nicht hat. Die Frage ist und bleibt, warum ihr so wenig macht.“

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Und dann antwortet schließlich der Adressat selbst, woraus sich ein Wortgeplänkel ergibt, das ohne Ergebnis bleibt.

Klar ist: Der Tweet von Katja Leikert, die sich seit Wochen eine Art - nun ja - Twitter-Battle mit Rezo und anderen Bloggern, die sie „Wohlstandshelden“ nennt, liefert, kommt überhaupt nicht gut an.

 
 

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