CDU-Politiker blamiert sich mit Tweet - und reagiert dann ganz stark

Foto: imago

Das Video des Youtubers Rezo lässt die CDU nicht los. Kurz vor der Europawahl hatte Rezo einen polemischen CDU-Clip veröffentlicht, der für viel Aufsehen und jede Menge Rechtfertigungsdruck bei der Union gesorgt hatte.

Mit ihren Reaktionen auf das Video hat die CDU selten ins Schwarze getroffen: Ein groß angekündigtes Antwort-Video des Jungpolitikers Philipp Amthor ist nie erschienen, und ein nachgeschobenes elf Seiten starkes PDF-Dokument hat in den sozialen Netzwerken vornehmlich für Spott gesorgt.

+++ Philipp Amthor: Die Diskussion um den CDU-Jungpolitiker ist erbärmlich +++

Rezo arbeitet für eine Werbefirma?

Vor einigen Tagen hat der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter nachgelegt: Er verbreitete via Twitter ein Video des Youtubers „Actuarium“, in dem behauptet wird, Rezo arbeite für eine Tochterfirma des Werbekonzerns Ströer und sei fremdgesteuert. Tatsächlich ist die Agentur „Tube One“, die Rezos Inhalte vermarktet, eine Tochter von Ströer: Dass Rezo mit „Tube One“ zusammenarbeitet, ist keine Neuigkeit - und ist in der Influencerszene üblich.

Dennoch teilten auch andere teilten das Video, unter anderem ein bekannter FAZ-Redakteur. Schnell machten Twitter-Nutzer den CDU-Mann darauf aufmerksam, dass der Ersteller des Videos vor allem für antisemitische und homophobe Äußerungen bekannt ist. Tatsächlich spricht der Youtuber „Actuarium“ in seinen Videos zum Beispiel darüber, dass Israel angeblich Kinder ermordet.

+++ Martin Sonneborn im Interview: „Dieter Nuhr ist ein Scheinkabarettist“ +++

Islamistisches Internetportal

Hinter „Actuarium“ steckt Huseyin Özguz, der unter anderem für ein islamistischen Internetportal arbeitet, das vorübergehend vom Verfassungsschutz beobachtet wurde.

All das hat Roderich Kiesewetter offenbar nicht gewusst. Jetzt entschuldigt er sich offen für das Verbreiten des Videos. Bei Twitter schreibt er: „Ich habe einen großen Fehler gemacht, indem ich ungeprüft ein Video teilte, das offensichtlich falsch war. Nächstes Mal recherchiere ich erst, bevor ich etwas teile. Danke für die konstruktive Kritik!“

+++ Sahra Wagenknecht zu Kevin Kühnert: „Zum Teil Heuchelei“ +++

Rezo reagierte prompt darauf: „Danke, angenommen und Schwamm drüber“, kommentierte der Youtuber.

 
 

EURE FAVORITEN