CDU-Vorsitz: Armin Laschet kandidiert und teilt gegen Kontrahent aus – SO kontert Friedrich Merz

Armin Laschet will CDU-Vorsitzender werden, Jens Spahn könnte sein Stellvertreter werden.
Armin Laschet will CDU-Vorsitzender werden, Jens Spahn könnte sein Stellvertreter werden.
Foto: dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wird für den CDU-Vorsitz kandidieren.

Das hat er am Dienstag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Dagegen wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht für den CDU-Vorsitz kandidieren. Laschet plant im Fall einer Wahl zum Parteichef, Spahn zu seinem Stellvertreter zu machen. „Ich will mit meiner Entscheidung ein Zeichen setzen“, so Spahn, der betonte, dass sich die „CDU in der größten Krise der Geschichte“ befinde.

CDU: Armin Laschet kandidiert für Vorsitz

„Wir leben in bewegten Zeiten“, begann Laschet seine Rede. Er forderte mehr Europa, eine neue Sicherheitspolitik und Deutschland müsse zeigen, dass es möglich ist aus Kernenergie und Kohle auszusteigen“ und dennoch Energieland zu bleiben. Er wolle aber weiter Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bleiben.

Der 59-jährige Laschet sieht sich zugleich als möglicher Kanzlerkandidat der Union. Die Frage werde aber gemeinsam mit der CSU entschieden. Dazu werden nach seinen Worten die Chefs der Schwesterparteien einen Vorschlag machen - wann genau, ließ er offen. Sofort solle dies nicht geschehen. „Aber für den CDU-Teil ist jedenfalls mit einer Entscheidung auf dem Bundesparteitag klar, wer der CDU-Vorschlag in diesem Gespräch sein wird.“

In Richtung seiner Kontrahenten teilte Laschet einen kleinen Seitenhieb aus: „Ich bedaure, dass nicht alle Kandidaten sich diesem Teamgedanken anschließen konnten.“

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Merz spielt auf Sieg

Im Anschluss an Laschet und Spahn kündigte auch Friedrich Merz seine Kandidatur an. „Ich spiele hier auf Sieg, und nicht auf Platz“, so Merz.

Bei der Neuwahl auf dem Parteitag im April gehe es nicht nur um eine Personalentscheidung, sondern auch um eine „Richtungsentscheidung für die CDU“, sagte Merz am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Mit Blick auf seine Mitbewerber Armin Laschet und Jens Spahn sagte er: „Wir haben seit heute die Alternative zwischen Kontinuität und Aufbruch und Erneuerung. Ich stehe für Erneuerung.“

Röttgen war bisher einziger offizieller Kandidat

Bislang hatte nur der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen seine Kandidatur offiziell gemacht. (>>> hier mehr dazu)

Der Nachfolger oder die Nachfolgerin von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird auf einem Parteitag am 25. April gewählt. (ms mit dpa)

 
 

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