CDU-General Wittke nennt NRW-FDP "unberechenbar"

Wilfried Goebels
Das Foto vom Mittwoch den 14.09 zeigt den Chef der Ruhr CDU Oliver Wittke beim Interview in der Zentralredaktion der WAZ. Foto: Kai Kitschenberg/ WAZ FotoPool
Das Foto vom Mittwoch den 14.09 zeigt den Chef der Ruhr CDU Oliver Wittke beim Interview in der Zentralredaktion der WAZ. Foto: Kai Kitschenberg/ WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf. Nach der über­raschenden Annäherung der NRW-FDP an Rot-Grün hat CDU-Generalsekretär Oliver Wittke die Liberalen als „immer unberechenbarer“ kritisiert.

„Wenn sich die FDP jetzt anbietet, sogar den Verschuldungskurs von Rot-Grün mit zu tragen, grenzt das an Selbstverleugnung“, sagte Wittke unserer Zeitung.

FDP-Fraktionschef Gerhard Papke hatte zuvor seine Bereitschaft zu einer punk­tuellen Zusammenarbeit mit Rot-Grün erklärt. Auch FDP-Generalsekretär Joachim Stamp setzt auf eine neue ­Dialogbereitschaft in NRW.

Wittke kritisierte vor allem die liberalen Signale, auch den Haushalt 2012 mit zu tragen. „Dass sich die FDP nun zum Steigbügelhalter für rot-grüne Schuldenpolitik machen will, ist nicht nachvollziehbar“, so Wittke.

„Phantomdebatte“ über Neuwahlen

Auch CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann und dessen Vize Armin Laschet hatten der FDP vorgeworfen, sich Rot-Grün aus Angst vor Neuwahlen in NRW anzudienen. Papke bezeichnete die Diskussion über Neuwahlen als „Phantomdebatte“.

Die NRW-FDP hatte der rot-grünen ­Minderheitsregierung in den letzten Wochen mehrfach Unterstützung signalisiert oder sich bei Anträgen enthalten. Wittke äußerte die Hoffnung, dass „sich die liberale Partei wieder stabilisiert“.