CDU blamiert sich gehörig: „Wieso nutzt man den Google-Übersetzer hier nicht?“

Ein vermasselter CDU-Post.
Ein vermasselter CDU-Post.
Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Die CDU hatte es eigentlich gut gemeint – aber das Vorhaben nicht gut umgesetzt! Ein fehlerhafter Post auf den Social-Media-Kanälen der Partei sorgte für Spott und sogar Entrüstung.

Den „Tag der Muttersprache“ am Sonntag hatte die CDU zum Anlass genommen, einen mehrsprachigen Gruß zu veröffentlichen. Doch das ging ziemlich nach hinten los.

CDU: „Wieso nutzt man nicht den Google-Übersetzer?" - Beitrag geht nach hinten los

Auf ihren Social-Media-Kanälen postete die CDU einen Gruß zum „Tag der Muttersprache“. Willkommen sollte da in mehreren Sprachen stehen, dazu die Erklärung: „Muttersprache bedeutet Tradition & Sicherheit. Es ist die Sprache, mit der wir uns identifizieren. Doch die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen ist vom Aussterben bedroht. Es geht am Tag der Muttersprache auch darum, dass genau diese Sprachen nicht in Vergessenheit geraten.“

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Mehr über die CDU:

  • Die Christlich Demokratische Union wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet.
  • Ihre Wurzeln hat die CDU in der Zentrumspartei der Weimarer Republik, die allerdings katholisch und nicht überkonfessionell geprägt war.
  • Weltanschaulich hat die CDU drei Säulen: die katholische Soziallehre, den Konservatismus und den Ordoliberalismus.
  • Seit Januar ist Armin Laschet der neunte Bundesvorsitzender.
  • Bisher stellte die CDU fünf Bundeskanzler: Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Helmut Kohl und Angela Merkel

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Doch bei der Umsetzung scheiterte die CDU grandios. „Einfach irgendwelche arabischen Buchstaben unverbunden hinkritzeln, wen soll das schon aufallen?“, spottete Politikwissenschaftler Ismail Küpeli. Ein anderer höhnte: „Es dauert literally 5 Sekunden zu googeln wie man Willkommen auf Arabisch übersetzt und schreibt.“ „Richtig peinlich! fyi: arabisch schreibt man von rechts nach links!“, beschwerte sich ein weiterer.

CDU räumt Fehler ein: „Echt ärgerlich!“

Doch nicht nur die arabische Version von „willkommen“ war fehlerhaft, auch die polnische Übersetzung stimmte hinten und vorne nicht. „Widziane" heißt auf Polnisch einfach nur 'gesehen' oder 'erwünscht', Willkommen heißt 'Witamy'“, korrigierte eine Instagram-Nutzerin.

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Die CDU räumte ihren Fehler ein: „Echt ärgerlich, wir haben uns gleich mehrfach verschrieben. Und das – ja, ja – am Tag der Muttersprache.“ Auf Twitter entfernten die Christdemokraten ihren Post. Auf Instagram war er auch am Montag noch immer online. Auch dort sammelten sich böse Kommentare:

  • „Selbst der Google-Übersetzer hätte besser übersetzt als ihr!“
  • „Wieso nutzt man den Google-Übersetzer nicht, wenn es schon so was tolles gibt, anstatt sich hier so zu blamieren?“
  • „Wie schön, dass man kein Wort auf Türkisch auf dem Plakat verwendet. Es leben ja 'nur' über 2 Millionen BürgerInnen mit ursprünglich türkischer Muttersprache in Deutschland. Danke, dass die CDU uns Türkischstämmige wieder einmal so gut vertritt.“
  • „Und mit 4-5 Millionen türkischstämmiger Mitbürger wird türkisch nicht benötigt... natürlich können Sie nicht alle Sprachen draufklatschen, aber ca. 5% der Bevölkerung sind Türken bzw. türkischstämmige Menschen... wäre nicht schlecht. Das Problem bei der arabischen Sprache will ich erst gar nicht erwähnen; dass diese Schrift von rechts nach links ist, sollte im 21. Jahrhundert bekannt sein.“

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