BVB ruft seine Fans auf, vor der Meisterfeier zu wählen

Sebastian Kehl, Moritz Leitner und Marcel Schmelzer mit Wahlzetteln zur Aktion „Erst wählen, dann feiern“. Foto: BVB
Sebastian Kehl, Moritz Leitner und Marcel Schmelzer mit Wahlzetteln zur Aktion „Erst wählen, dann feiern“. Foto: BVB
Die Meisterfeier des BVB am Sonntag soll nicht auf Kosten der Demokratie gehen. Deshalb fordert der Deutsche Meister Borussia Dortmund seine Fans auf, erst zu wählen und dann mit der Feierei zu beginnen. Offizielle Partybeginn ist deshalb auch erst kurz nach Schließung der Wahllokale.

Dortmund. Am kommenden Sonntag wird gefeiert. Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat seine Fans aber aufgerufen, trotz der Meisterfeier am 13. Mai zunächst an der NRW-Landtagswahl teilzunehmen. „Am 13. Mai wird es schon vor Beginn unseres Zuges durch die Stadt so richtig wichtig - bei den Landtagswahlen", sagte Nationalspieler Marcel Schmelzer.

„Wählen zu gehen ist keine lästige Pflicht. Wer nicht wählt, überlässt anderen Menschen wichtige Entscheidungen über sein Leben“, meint Kapitän Sebastian Kehl. Und der gerade erst 19 Jahre alte BVB-Mittelfeldspieler Moritz Leitner betont: „Für mich ist das alles zwar noch ganz neu, aber meine Meinung steht: Wer seine Kreuze nicht macht, der darf sich auch nicht beschweren, wenn Dinge später nicht nach seinen Vorstellungen geregelt werden.“

Die drei Profis richten deshalb einen eindringlichen Appell an die BVB-Anhängerschar: „Drückt uns am 12. Mai für das Pokalfinale gegen Bayern München die Daumen. Macht ganz Berlin schwarzgelb! Und geht am 13. Mai erst wählen, dann feiern!“

Damit alle BVB-Fans ihre Stimme abgeben können, beginnt die Meisterfeier um 18.09 Uhr - neun Minuten nach Schließung der Wahllokale.

Entspannt in die Landtagswahl

Ist das nächste Meisterwochenende eine Gefahr für den Ablauf der Landtagswahl? Nein, sagt Peter Spaenhoff, Leiter des Wahlbüros in Dortmund. Er macht sich keine allzu großen Kopfschmerzen mehr. „Wir haben im Augenblick alle Wahlhelfer-Posten und Vorstände besetzt“ (also rund 2800). Pro Tag sagten nunmehr zehn Helfer ab, die man aus der Gesamtsumme der Freiwilligen weitgehend problemlos nachbesetzen könne.

Auch der Transport der Wahlunterlagen zum Königswall sei sichergestellt. Aus neun Stadtbezirken würden die Unterlagen mit Hilfe der Polizei angeliefert. Die Unterlagen aus den drei Innenstadtbezirken, die durch den Korso hätten blockiert werden können, werden nun in drei Schulen vor Ort ausgewertet und die Ergebnisse später eingepflegt, so Spaenhoff.

 
 

EURE FAVORITEN