Bundeswehr: Luftwaffe mit geheimer Übung – der Grund macht Angst

Die Bundeswehr beteiligt sich mit Jets des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 an einer Militärübung.
Die Bundeswehr beteiligt sich mit Jets des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 an einer Militärübung.
Foto: Rainer Jensen / dpa

Die Luftwaffe der Bundeswehr hat in dieser Woche mit einer geheimen Übung begonnen. Das Projekt trägt den Namen „Steadfast Noon“.

Dabei üben deutsche Tornado-Piloten zusammen mit Nato-Partnern die Verteidigung mit Atomwaffen.

Bundeswehr probt Ernstfall

Nach Informationen der Deutschen-Presse Agentur beteiligt sich die Bundeswehr mit Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 an der Übung.

Die Kampfjets sind auf dem Militärflugplatz in Büchel in der Eifel stationiert. Dort sollen sich auch US-Atomwaffen vom Typ B61 befinden.

Im Falle eines Atomkriegs könnten diese Waffen auch von deutschen Tornados abgeworfen werden.

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Auch italienische Jets beteiligt

Neben den deutschen Jets nehmen an der Übung auch Kampfflieger von Nato-Partner Italien teil.

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Das ist die Nato

  • Die Nato ist ein Militärbündnis zur Verteidigung
  • Die Abkürzung steht für „North Atlantic Treaty Organization“
  • Gegründet wurde die Nato im Jahr 1949
  • Mittlerweile gibt es 29 Mitgliedsstaaten
  • Das Nato-Hauptquartier ist in Brüssel

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Diese starten vom Militärflugplatz Volkel in den Niederlanden. Auch hier sollen US-Atomwaffen lagern.

Warum das Ganze?

Der Grund für die Übung ist wohl das Ende des INF-Vertrags zum Verzicht auf landgestützte atomwaffenfähige Mittelstreckensysteme. Die USA hatten das Abkommen im Sommer mit Unterstützung der Nato-Partner aufgelöst.

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Es wird ohnehin davon ausgegangen, dass Russland seit Jahren das Mittelstreckensystem 9M729 besitzt.

Auch deswegen gilt die Gefahr eines (auch mit Atomwaffen geführten) Krieges zur Zeit als deutlich höher als in den vergangen drei Jahrzehnten. (nr mit dpa)

 
 

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