Bundestagwahl: Umfrage-Hoffnung für die SPD – könnte Scholz SO noch Bundeskanzler werden?

Die SPD darf sich mit Blick auf die Bundestagswahl über ein Umfrage-Ergebnis freuen. Sie lässt vor allem Kanzlerkandidat Olaf Scholz hoffen.
Die SPD darf sich mit Blick auf die Bundestagswahl über ein Umfrage-Ergebnis freuen. Sie lässt vor allem Kanzlerkandidat Olaf Scholz hoffen.
Foto: IMAGO / Sven Simon

Noch sind es knapp sieben Monate bis zur Bundestagswahl im September. Doch der Wahlkampf ist spätestens seit dem großen Krach um die Impfstoffbeschaffung in der Großen Koalition eröffnet. Die Politiker der Parteien fahren die ersten Angriffe gegen den politischen Gegner.

Meinungsforschungsinstitute lassen jedoch jetzt schon Trends für kommende Bundestagswahl erkennen. Die sahen vor allem für die SPD lange Zeit ziemlich düster aus. Doch eine neue Umfrage darf die Sozialdemokraten jetzt hoffen lassen.

Bundestagswahl: SPD darf hoffen

Von der einstigen Volkspartei SPD ist heute nicht mehr viel übrig. Bei bundesweiten Umfragen kommt die SPD selten in die Nähe der 20-Prozent-Marke. Es droht eine Katastrophe zur Bundestagswahl. Auch mit Blick auf das Amt als Bundeskanzler sah es für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bislang schlecht aus.

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Die Bundestagswahl 2021:

  • findet am 26. September 2021 statt
  • Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten einen Wohnort in Deutschland haben
  • aktuell regiert eine Große Koalition aus SPD und CDU
  • schon jetzt steht fest: Erstmals seit 16 Jahren wird nicht Angela Merkel für die CDU als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf gehen

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Doch eine neue Meinungsforschungsumfrage von Kantar (Emnid) dürfte bei den Sozialdemokraten zumindest ein bisschen Hoffnung aufkeimen lassen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden rund 17 Prozent ihr Kreuz bei der SPD machen. Die liegt damit weit hinter der CDU (35 Prozent) und hinter den Grünen (18 Prozent). Aber: Mit 17 Prozent fährt die SPD ihre besten Umfragewerte bei Emnid in diesem Jahr ein. Ein Plus von zwei Punkten zum Vergleich Anfang Januar.

So würde Olaf Scholz doch Bundeskanzler werden

Aber noch viel Entscheidender für die SPD: Sie konnte den Abstand auf die Grünen erheblich verkürzen. Der betrug zu diesem Zeitpunkt noch fünf Punkte, ist nun auf gerade einmal einen zusammengeschmolzen. Das ist für die SPD vor allem mit Blick auf eine mögliche Koalition mit Grünen und Linken entscheidend.

Kommt es zum Dreierbündnis würde die stärkste Kraft wohl den neuen Bundeskanzler stellen. Schafft es die SPD bis September die Grünen hinter sich zu lassen, wäre Olaf Scholz der lachende Gewinner.

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Allerdings: Ob es am Ende für eine rot-rot-grüne Koalition reicht, ist unklar. Aktuell kämen die Parteien laut Kantar (Emnid)-Prognose gemeinsam lediglich auf 42 Prozentpunkte. CDU und FDP haben mit 43 Prozent einen leichten Vorsprung, wären aber wohl auch nicht mehrheitsfähig. Rechnerisch liefe es also auf Schwarz-Grün oder eine Große Koalition hinaus. In beiden Fällen hätte Olaf Scholz dann allerdings das Nachsehen.

Gegen Schwarz-Grün machte jedoch nun ein CDU-Politiker mit deutlichen Worten Stimmung. Er sagte, er „werde gegen diese Ideologie kämpfen“. Hier mehr dazu. (dav)