Bundestagswahl: Umfrage-Schreck für die CDU! Säuft Laschet jetzt schon ab?

Noch sind es einige Monate bis zur Bundestagswahl. Doch ein Trend lässt die CDU und Armin Laschet jetzt aufhorchen.
Noch sind es einige Monate bis zur Bundestagswahl. Doch ein Trend lässt die CDU und Armin Laschet jetzt aufhorchen.
Foto: IMAGO / Political-Moments

Bittere Pille für die CDU: Eine Umfrage vor der Bundestagswahl lässt die Partei so schwach dastehen, wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Auffallend: Seit der Wahl von Armin Laschet als CDU-Vorsitzenden ist der Wert der CDU bei den Umfragen des Meinungsforschungsinstitutes gefallen.

Sind es also schon die ersten Auswirkungen des Merkel-Abgangs bei der CDU? Erstmals seit 16 Jahren wird die Kanzlerin nicht von der Spitze aus für die Christdemokraten den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September führen.

Bundestagswahl: CDU bricht in Umfragen ein

Zwischen November 2020 und Anfang Februar dieses Jahres sah es für die CDU mehr als rosig aus. In den Umfragen des Meinungsforschungsinstitutes Insa/YouGov lag die Partei nie unter dem Wert von 35 Prozent. Den anderen Parteien war sie damit gnadenlos enteilt. Meist kamen SPD und Grüne selbst gemeinsam nur knapp über 30 Prozent.

Doch seit Anfang Februar geht es merklich bergab. Drei Punkte Verlust in gerade einmal zwei Wochen musste die CDU einstecken. Und dann auch noch das: Erstmals seit Wochen können SPD und Grüne mit gemeinsam 34 Prozent an der CDU vorbeiziehen. Das war, schaut man sich die vergangenen Umfragen von Insa/YouGov an, zuletzt im März 2020 der Fall.

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Die Bundestagswahl 2021:

  • findet am 26. September 2021 statt
  • Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten einen Wohnort in Deutschland haben
  • aktuell regiert eine Große Koalition aus SPD und CDU
  • schon jetzt steht fest: Erstmals seit 16 Jahren wird nicht Angela Merkel für die CDU als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf gehen

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Warum die potenziellen Wähler die CDU seit zwei Wochen so abstrafen, wird von dem Meinungsforschungsinstitut nicht erhoben. Zum einen steht die Regierung wegen des Corona-Managements in der Kritik. Der schleppende Impfstart sorgt für Wut und Empörung. Auch die Verlängerungen des Lockdowns zehren bei vielen Bürgern an den Kräften.

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Folgen des Merkel-Abgangs bereits spürbar?

Doch möglicherweise sind es auch bereits die ersten Anzeichen für das, was der CDU nach dem Abgang von Kanzlerin Angela Merkel droht. Die Bundeskanzlerin besitzt über die politischen Lager hinweg Sympathien. Politologen zufolge stimmen einige Wähler deshalb vor allem wegen der Kanzlerin für die Partei.

Mit den Merkel-Sympathien ist allerdings bei dieser Bundestagswahl Schluss. Die Kanzlerin tritt nicht mehr als Spitzenkandidatin im Wahlkampf auf. Ob Markus Söder (CSU) oder Armin Laschet (CDU) am Ende Kanzlerkandidat werden, ist noch unklar. Für beide dürfte es allerdings schwer werden, auf Anhieb ein vergleichbares Ansehen in der Bevölkerung zu erhalten. Die Partei könnte bis September also weiter Stimmen einbüßen, so die Prognose.

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Die SPD darf sich unterdessen freuen: Erstmals seit Dezember 2020 ist sie mit den Grünen in der Umfrage wieder gleichauf. Beide kommen auf 17 Prozent. Für die SPD ein kleiner Zuwachs von einem Punkt im Vergleich zur Vorwoche, für die Grünen geht es um einen halben Punkt runter. FDP und Linke kommen beide auf neun Prozent, die AfD auf 10,5. (dav)