Bundestagswahl: Armin Laschet warnt CDU und CSU vor DIESEM Schritt – „Das geht schief“

Armin Laschet (CDU) warnt seine Partei mit deutlichen Worten.
Armin Laschet (CDU) warnt seine Partei mit deutlichen Worten.
Foto: IMAGO / Revierfoto

Im September steht die Bundestagswahl in Deutschland an. Schon jetzt ist klar: So wie bisher wird es danach nicht weitergehen. Zum ersten Mal seit 16 Jahren wird die Union nicht mit Angela Merkel an der Spitze in den Wahlkampf ziehen. Auch die Fortsetzung der Großen Koalition aus SPD und CDU ist unabhängig vom Wahlausgang auf beiden Seiten die wohl am wenigsten gewünschte Option.

Nach der Bundestagswahl 2021 werden die Karten also zumindest teilweise neu gemischt. Der neue CDU-Bundeschef Armin Laschet hat seine Partei vor Beginn des Wahlkampfes jedoch mit deutlichen Worten gewarnt.

Bundestagswahl: Armin Laschet warnt Union mit deutlichen Worten

Mit sorgenvollem Blick in Richtung der USA dürfe „die Gesellschaft nicht noch zusätzlich“ aufgeheizt werden, so Laschet am Montagabend bei einer Vorstandssitzung der sächsischen Union. Laschet war zu dem Treffen per Video zugeschaltet.

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Schon bei seiner Bewerbungsrede zum CDU-Vorsitz Mitte Januar sagte Laschet auf die Aussage, man müsse auch polarisieren können: „Nein, muss man nicht. Polarisieren ist einfach, das kann jeder. Die Rezepte sind bekannt, das Gift schnell in der Hand, digital schnell zu verbreiten.“

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Das ist Armin Laschet

  • geboren am 18. Februar 1961 in Aachen
  • seit 2017 Ministerpräsident von NRW
  • Vorsitzender der Landesfraktion der CDU
  • seit Januar 2021 Vorsitzender der Bundes-CDU

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Diese Forderung wiederholte er gegenüber seinen sächsischen Parteikollegen beinah wörtlich. Er sei überzeugt, dass man „mit Klartext Wahlen gewinnen kann“, ohne zu polarisieren. Dabei warnte Laschet seine Partei vor gleich zwei Gefahren.

Armin Laschet: „Das ist immer schon schiefgegangen“

Zum einen dürfe man nicht einen anderen Wahlkampf in Ostdeutschland führen als im Westen. Es brauche einen „gesamtdeutschen Wahlkampf“, auch wenn die Ausgangssituationen unterschiedlich seien. Damit kommt Laschet auch zu seiner zweiten Warnung.

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Gerade bei der starken AfD im Osten sei es falsch, nach rechts zu rücken, um vermeintliche Wähler von der AfD zurückzugewinnen. „Das geht schief. Das ist immer schon schiefgegangen“, so Laschet eindringlich. Er forderte stattdessen eine Klare Abgrenzung zur AfD, deren Positionen nichts mit dem Menschenbild der Union zu tun hätten.

Sachsens CDU-Chef Kretschmer: „Dieses Land braucht nicht mehr Trennung und Auseinanderstreben“

Die sächsische CDU hatte vor dem digitalen Parteitag der CDU am 15. und 16. Januar zu großen Teilen für Friedrich Merz als neuen Vorsitzenden geworben. Man wolle aber Laschet nun voll und ganz unterstützen, so Sachsens Regierungschef und CDU-Vorsitzender Michael Kretschmer. Dem NRW-Ministerpräsidenten sei es gelungen, die Mitglieder des sächsischen Parteivorstandes für sich einzunehmen. „Dieses Land braucht nicht mehr Trennung und Auseinanderstreben, sondern Menschen, die zusammenführen können“, sagte Kretschmer über Laschet.

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Ob Laschet die CDU jedoch auch tatsächlich als Bundeskanzler-Kandidat in den Wahlkampf führen wird, ist noch offen. Denn auch CSU-Chef Markus Söder hat sich für dieses Amt mit einer Corona-Politik und steigenden Beliebtheitswerten in Stellung gebracht. Mit einer Entscheidung wird im März oder April gerechnet. (dav, mit dpa)