British Airways streicht Pakistan-Flüge

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Islamabad. Die Fluggesellschaft British Airways hat nach dem Anschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad sämtliche Flüge nach Pakistan gestrichen. Der vorerst letzte British-Airways-Flug von London nach Islamabad sei am Sonntag gestartet.

Nach dem Anschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad hat die Fluggesellschaft British Airways sämtliche Flüge nach Pakistan gestrichen. «Wir haben wegen des Selbstmordanschlags vom Samstag alle Flüge nach Pakistan ausgesetzt», sagte ein Sprecher der britischen Fluglinie in Islamabad. Der vorerst letzte British-Airways-Flug von London nach Islamabad sei am Sonntag gestartet. Die Hauptstadt ist das einzige Ziel, das die Airline in Pakistan anfliegt. Wann die Flüge wieder aufgenommen werden, könne er nicht sagen, fügte der Sprecher hinzu. Das werde am Hauptsitz der Fluglinie in London entschieden.

Bei dem Selbstmordanschlag auf das Marriott-Hotel am Samstag wurden mindestens 60 Menschen getötet, darunter mehrere Ausländer. Bis Montag wurden nach Angaben eines Krankenhauses und von Diplomaten vier ausländische Todesopfer identifiziert. Der Sprecher des PIMS-Krankenhauses in Islamabad sagte, die Leiche des tschechischen Botschafters sowie die Leichen von zwei US-Bürgern und einer Vietnamesin seien in seine Klinik eingeliefert worden. Die Regierung in Prag hatte bereits am Sonntag den Tod ihres Botschafters bekanntgegeben. Andere diplomatische Quellen bestätigten den Tod zweier US-Bürger und einer Vietnamesin.

Die Regierung in Kopenhagen teilte am Sonntag mit, ein dänischer Geheimdienstvertreter habe sich zum Zeitpunkt des Anschlags in dem Hotel aufgehalten. Seitdem gebe es trotz intensiver Suche nach ihm kein Lebenszeichen. Nach Diplomatenangaben könnte es sich bei drei weiteren Toten um Ausländer handeln. (afp)

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