Bombenanschläge in China

Peking. Wenige Tage nach dem blutigen Anschlag auf eine Polizeiwache ist die nordwestchinesische Provinz Xinjiang nach Angaben der staatlichen Medien erneut von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden bei der Explosion der Sprengsätze in der Stadt Kuqa mindestens vier Verdächtige getötet oder verletzt. Xinhua hatte zuvor lediglich von einer Serie von Explosionen gesprochen, ohne auf die Ursache einzugehen. Unter Berufung auf Augenzeugen berichtete die Agentur zudem von vereinzelten Schüssen. Das Militär sei in die Stadt eingerückt, die Polizei habe das betroffene Gebiet abgeriegelt.

Xinjiang wird mehrheitlich von muslimischen Uiguren bewohnt. Diese fühlen sich von der kommunistischen Führung in Peking unterdrückt. In der Unruheprovinz war vier Tage vor Beginn der Olympischen Spiele ein Anschlag auf eine Polizeiwache verübt worden, bei dem 16 Polizisten getötet wurden. Die Behörden verschärften daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen in Xinjiang. Sie machten Rebellen der uigurische Rebellengruppe Islamische Bewegung Ostturkestan für die Tat verantwortlich. Diese kämpfen in Xinjiang für die Gründung eines eigenständigen Staats. Ende Juli hatten uigurische Rebellen in einer Videobotschaft mit Angriffen während der Olympischen Spiele gedroht. (afp)

 
 

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