Björn Höcke (AfD): Als Reporter ihn interviewen wollen, kommt es zum Eklat

Foto: dpa

Erfurt. Die Landtagswahl 2019 in Thüringen ist zu großen Teilen auch mit seinem Namen verbunden: Björn Höcke. Der Rechtsaußen der AfD polarisiert wie vielleicht kein zweiter Politiker in der Bundesrepublik. Seine Anhänger sehen in Höcke den wichtigsten Anwalt ihrer Rechte, Gegner nennen Höcke einen Faschisten und sehen ihn ihm den potenziellen Totengräber der Demokratie.

Björn Höcke lieferte dann auch einen entsprechend öffentlichkeitswirksamen Wahlkampf. Er lieferte sich einen heftigen Streit mit Sänger Herbert Grönemeyer und stellte Außenminister Heiko Maas in einem Comic als zensurbegeisterten Minister dar.

Björn Höcke (AfD) von Reporter-Team begleitet

In den letzten Tagen des Wahlkampfs wurde Höcke dann von einem Reporter-Team um David Walden von „Spiegel TV“ begleitet. Dabei gelangen dem Team interessante Einblicke in Höckes Wahlkampf und die Gedankenwelt seiner Wähler.

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Spiegel-TV-Team begleitet Björn Höcke

So beschwerte sich eine Frau, dass sie auf Facebook gesperrt wurde, weil sie Afrikaner als „Affen“ bezeichnet hatte. Ihre Lösung: Anstatt das Wort „Affe“ zu schreiben, postet sie nun einfach einen Affen-Smiley. „Warum lassen Sie es nicht einfach, Leute als Affen zu bezeichnen“, will der Reporter wissen. „Ich lasse es ja. Ich benutze die Smileys“, so die trockene Antwort der Frau.

Sicherheitsmann leckt TV-Kamera ab

Und auch Höckes Sicherheitsleute zeigen sich im Laufe des Beitrags wenig zimperlich. Immer wieder werden die Reporter harsch angegangen, bei einer Veranstaltung soll ihnen sogar der Zutritt verwehrt werden - obwohl das Gelände öffentlich ist. Erst nach dem Einsatz der Polizei erhalten die Reporter von „Spiegel TV“ Zutritt.

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Das ist das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen 2014:

  • CDU: 33,5 Prozent
  • Linke: 28,2 Prozent
  • SPD: 12,4 Prozent
  • AfD: 10,6 Prozent
  • Grüne: 5,7 Prozent

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Dort kommt es dann zum Eklat. Als die Reporter Höcke nach dem Ende seiner Rede filmen wollen, stellen sich immer wieder Sicherheitsleute ins Blickfeld der Kamera. Und ein Mann leckt sogar über die Linse der Kamera - deutlich sichtbar. Die Reporter bekommen kein Gespräch mit Höcke. Er spricht lieber nur zu seinen Anhängern. (fel)

 
 

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